Botanischer Garten Berlin, Foto: Pixabay

Eigentlich hätte das Victoriahaus bereits 2015 nach der Sanierung wiedergeöffnet werden sollen. Aber es blieb geschlossen. Erst weil das Becken undicht war, und nun weil die Gärtner fehlen.

Obwohl die Sanierungsarbeiten im Victoriahaus abgeschlossen sind, bleibt das Haus leer. Laut Thomas Borsch, dem Direktor des Botanischen Gartens und Museums, ist die finanzielle und personelle Situation so angespannt, dass die Wiedereröffnung nicht möglich sei. 17 zusätzliche Gärtnerstellen seien für einen Minimalbetrieb des Gartens erforderlich. Da das Budget von heute den gleichen Stand wie 1995 hat, sei es nicht möglich, diese einzustellen.

Als eine Zentraleinrichtung der Freien Universität wird der Botanische Garten über das Budget der Hochschule vom Land finanziert. Und dieser Etat hat sich seit über 20 Jahren nicht verändert.

Auch die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) schlägt schon seit Jahren Alarm wegen der desaströsen Personalausstattung. Nun fordert sie eine „umgehende Lösung der Probleme“, zu der eine ausreichende Finanzierung des Gartens sowie eine entsprechende Personalausstattung gehören. „Es kann nicht sein, dass die FU Berlin schleichend den Botanischen Garten privatisiert und keine Mittel für den Garten aufwendet.“ Die Gewerkschaft Verdi fordert den Senat auf, „sich zur Verantwortung gegenüber dem Berliner Kulturgut zu bekennen und die erforderlichen Mittel bereitzustellen”.

Laut Borsch ist das Victoriahaus nicht der einzige Bereich des Gartens, der wegen Personalmangels stillgelegt wird. Auch einige weitere Flächen wurden bereits geschlossen.

(eb)