Drei Schulgebäude der Mühlenau-, die Kronach- und die Sachsenwald-Grundschule in Steglitz-Zehlendorf wurden wegen Einsturzgefahr gesperrt. Statiker hatten bei einer Überprüfung unter anderem Risse im Tragwerk festgestellt. „Wir können zurzeit nicht ausschließen, dass die ganze Deckenkonstruktion versagt“, erklärt Bezirksstadtrat Michael Karnetzki (SPD) auf SN-Nachfrage.

Die Probleme seien bei Statikuntersuchungen in der Mühlenau-Grundschule während der Osterferien festgestellt worden, so Kartnetzki. „Da bekannt war, dass es in den anderen Schulen baugleiche Typenbauten gibt, wurden diese am Freitag und Montag dann ebenfalls untersucht. Auch dort zeigten sich die gleichen Risse.“

Bei den geschlossenen Schulgebäuden handelt es sich um „Mobile Unterrichtsräume“ (MUR), die Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Berlin errichtet wurden, um die steigende Zahl von Schülern untergingen zu können. Die Firma, die sie gebaut hat, gibt es nicht mehr.

Derzeit finden weitere Untersuchungen statt, um festzustellen, ob und mit welchem Aufwand eine Sanierung möglich ist oder ob die Gebäude abgerissen werden müssen. Über einen Zeitplan sei derzeit noch keine Aussage möglich, so der Bezirksstadtrat. In der Zwischenzeit müssen die Klassen – betroffen sind rund 600 Schüler – in den Hauptgebäuden untergebracht werden.

Karnetzki  hat auch die anderen Berliner Bezirke über die Probleme informiert, da es auch dort typengleiche Gebäude gibt. In Steglitz-Zehlendorf geht er  davon aus, dass es keine weitere Schließungen geben wird. So seien auch die MURs an der Kopernikusschule untersucht worden. Dort handele es sich aber um einen anderen Bautypen, der keine vergleichbaren Probleme aufweise.