„Gesicht zeigen“ – das wollten heute Mitglieder des Willkommensbündnisses, des Netzwerks Integration Südwest (NIS), Vertreter von Parteien und weitere engagierte Bürger. Doch die NPD, gegen deren Wahlkampftour in Steglitz und Zehlendorf man sich wandte, scheute anscheinend die Konfrontation. In Zehlendorf verlegte sie ihre Infoständen zwei Stunden nach vorn, die Veranstaltung in Steglitz fand nicht statt.
„Wir wollten Gesicht zeigen und nicht dagegen demonstrieren oder provozieren“, sagte Marina Roncoroni, Integrationsbeauftragte des Bezirks Steglitz-Zehlendorf. Obwohl sie am Bahnhof Zehlendorf unverrichteter Dinge abziehen musste, war der Tag für sie trotzdem ein Erfolg, so etwas wie ein Probelauf, weil er zeige, dass die Strukturen im Bezirk funktionieren.
Günther Schulze, Vorsitzender des NIS, vermutete, dass die NPD mitbekommen habe, dass sich Gegendemonstranten sammeln und deshalb früher beziehungsweise gar nicht auftrat. Den Grund für die kurzfristig anberaumte Wahlkampftour der NPD sah Schulze im Willkommensbündnis, das vergangene Woche im Bezirk gegründet wurde. „Die Bürger in Steglitz-Zehlendorf pflegen eine demokratische Kultur. Wir heißen andere willkommen. Wir brauchen keinen rechten Sumpf, der von außen in den Bezirk hineingetragen wird“, erteilt er allen rechten Parteien eine Abfuhr.
Das sieht Elisabeth Trautmann genauso. Die Zehlendorferin findet es erschreckend, wie die NPD mit Menschen anderer Nationalität umgeht und „alle Asylbewerber über eine Kamm schert“. Man müsse dieses Menschen menschlich begegnen, viele hätten sich aus aus Krieg und ähnlich schlimmen Situationen hierher flüchten müssen, sagt sie. Deshalb war auch sie zu 14 Uhr zum S-Bahnhof Zehlendorf gekommen.
Für Emma von der Grünen Jugend war es „wichtig zu zeigen, dass man rechtes Gedankengut nicht dulden darf – nicht in Steglitz-Zehlendorf, nicht in Berlin.“
(go)













Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Die Hallenbäder öffnen, am Wannsee stehen wieder Faß-Saunen. Auch das Stadtbad Schöneberg geht wieder in Betrieb.
Derzeit öffnen nach und nach 25 Hallenbäder für die Öffentlichkeit. Das frisch sanierte Stadtbad Schöneberg steht ab dem 9. September wieder zur Verfügung. Da die Bäderbetriebe dieses Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum feiern, erhält am Eröffnungstag jeder 30. Badegast an der Kasse vor Ort freien Eintritt.
Das Bad war zuvor seit Anfang 2024 teilsaniert worden: Die Technik wurde erneuert und die Heizungsanlage. Auch Teile der Fassade wurden saniert und die Becken neu gefliest. Die Arbeiten kosteten 14,5 Millionen Euro.
Da das Personal jetzt in den Hallenbädern benötigt wird, weil dort mit Schuljahresbeginn das Schulschwimmen startet, schließen nach und nach die 14 Sommerbäder. Das Strandbad Wannsee hat bis zum 13. September geöffnet, das Sommerbad am Insulaner bis zum 11. September.
Das Strandbad bleibt zum Sonnenbaden und Saunieren noch bis zum 04. Oktober geöffnet. Zwei Fass-Saunen mit 85°C und 95°C stehen hierfür zur Verfügung. Im regulären Eintrittspreis ist die Nutzung der Strandkörbe mit inbegriffen. Wer das Sauna-Angebot mit nutzen will, zahlt am Eingang für eine Sauna-Tageskarte 11,50 Euro. Öffnungszeiten: in der Woche von 12 bis 18 Uhr und am Wochenende von 10-18 Uhr. Die Tickets fürs Sonnenbaden und Saunieren sind direkt an der Kasse vor Ort erhältlich.
Einen Gesamtüberblick über alle offenen Bäder mit ihren jeweiligen Öffnungszeiten nach Tagen sortiert gibt es