Schulgebäude und seine Sportanlagen heute. Foto: Phorms

Vor zehn Jahren eröffnete die in mehreren deutschen Städten vertretene PHORMS Schule eine Dependance nahe der Zehlendorfer Goerzallee. Seitdem hat sich die bilinguale Schule beachtlich entwickelt: Anfangs verteilten sich ganze 68 Schüler auf die Klassenstufen der Vorschule bis zur 5. Klasse. Inzwischen gibt es 370 Schüler, gerade legt der dritte Jahrgang sein Abitur ab, und zur Vorschule ist eine komplette Kita für Ein- bis Sechsjährige hinzugekommen, die heute 150 Kinder betreut. Der Campus hat sich also quasi versiebenfacht.

Dabei hatte es ein wenig holprig angefangen: Schöne modernisierte Gebäude in der ehemaligen McNair-Kaserne der amerikanischen Alliierten waren der Privatschule versprochen worden. Doch durch die Bankenkrise verzögerten sich die Pläne des Bauherrn.

Um dennoch den Unterricht wie geplant aufnehmen zu können, wurden mobile Unterrichtsräume am Platz des 4. Juli errichtet. Was erst eine Notlösung war, führte zu einem besonderen Zusammenhalt zwischen Lehrern, Schülern und Eltern, denn für die noch kleine Schule war es in den „Containern“ besonders gemütlich und familiär. Und sobald der Platzbedarf größer wurde, war auch das Schulgebäude in der Harry-S.-Truman-Allee 3 fertig.

Die Anfangszeit der Schule im provisorischen Container 2008. Foto: Phorms

Das geschmackvoll renovierte Gebäude mit seinen hohen 30er-Jahre-Decken verfügt über gut ausgestattete Fachräume, hat Smartboards in jedem Klassenzimmer und eine eigene Küche, von der aus der Caterer „Die drei Köche“ auch andere Schulen beliefert.

Besonderheiten bei PHORMS sind kleine Unterrichtsklassen und bilinguales Lernen: Englisch wird bei PHORMS nicht als Fremdsprache unterrichtet, sondern es ist Unterrichts- und Umgangssprache. Ab der siebten Klasse kommt Spanisch als weitere Fremdsprache hinzu.
Das Jubiläum feiern Schüler, Lehrer und Eltern gemeinsam am 21. und am 22. Juni. Für Interessierte ist beim nächsten „Open Day“ am 11. Oktober von 16 bis 19 Uhr wieder Gelegenheit, den Campus mit seinen vielen Facetten kennenzulernen.

In den vergangenen zehn Jahren hat sich übrigens nicht nur die Schule stark verändert; auch das Umfeld ist kaum wiederzuerkennen – mit einer neuen Straße, einem öffentlichen Spielplatz, unzähligen Eigentumswohnungen, einem großen Supermarkt und mehreren kleineren Geschäften.

Elke Brumm