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Die Leo-Borchard-Musikschule lädt zum Benefizkonzert ein. Die Veranstaltung, welche am Samstag den 21. September um 18.30 Uhr im Konzertsaal der UdK Berlin stattfindet, soll den Musikschulen in Eritrea zugutekommen. Gespielt werden unter anderem Stücke von Leonard Bernstein sowie Marc Antoine Charpentier.

Die Leo-Borchard-Musikschule gehört zu den größten Musikschulen Deutschlands. Mehr als 6500 Schüler nutzen das vielfältige Angebot. Sie haben die Möglichkeit, nahezu jedes Musikinstrument zu lernen, Gesangsunterricht in vielerlei Stilrichtungen zu nehmen, Tänze zu erlernen und/oder in Ensembles zu spielen. Darüber hinaus kooperiert die Musikschule mit über 25 allgemeinbildenden Schulen des Bezirks Steglitz-Zehlendorf und bietet außerdem ein Programm an, welches junge Musiker auf die Aufnahmeprüfung an einer Musikhochschule vorbereitet.

Mit den Einnahmen des Benefizkonzerts möchte die Leo-Borchard-Musikschule den Musikunterricht in Eritrea unterstützen. Denn obwohl es in der Bevölkerung ein sehr starkes Interesse an Musik gibt, sind die Möglichkeiten der Weiterbildung vor allem für sehr talentierte Musikschüler begrenzt. Nach Angaben des Vereins „For Eritrea e.V.“, gibt es in Eritrea keine Musikhochschulen und auch keine sonstigen Ausbildungseinrichtungen für professionelle Musiker. Auch besteht gegenwärtig keine Möglichkeit, ein Musikstudium im Ausland zu absolvieren. Die Dozenten, welche an den Musikschulen der Hauptstadt Asmara tätig sind, verfügen in der Regel über keine professionelle musikpädagogische Ausbildung. Frank Mückisch ist Bezirksstadtrat und Schirmherr für das Benefizkonzert. Er berichtet, dass es im Moment in Eritrea schwer sei, Notenmaterial zu bekommen, dass an den Musikschulen vorhandene Material aber dringend ergänzt werden müsse.

Mit dem Geld, welches durch das Konzert eingenommen wird, werde die Musikschule, so Mückisch, bereits begonnene musikpädagogische Projekte in Form von Sach- und Personalleistungen unterstützen. Ein Beispiel sei das Streichensemble, das sich gerade im Aufbau befinde und Instrumente und Noten benötige. Die Projekte werden von musikalischen Bildungseinrichtungen vor Ort in Kooperation mit dem Verein For Eritrea e.V. organisiert.

Nach eigenen Angaben steht die Leo-Borchard-Musikschule in engem Kontakt zu den Musikschulen der Hauptstadt Eritreas, Asmara. Eine der Fachgruppenleiterinnen war von November 2017 bis Ende Mai 2019 als Violinlehrerin an der Asmara Music School tätig. Laut Mückisch, wird es im Konzertsaal der UdK Berlin am Konzertabend eine Fotoausstellung geben, welche Eindrücke aus dem Musikschulalltag vermittelt.

Für 12 Euro können die Konzertbesucher sowohl die Musikschulen unterstützen, als auch ein unvergessliches und abwechslungsreiches musikalisches Erlebnis genießen. So verzaubert das Projektorchester der Leo-Borchard-Musikschule mit Werken von Leroy Anderson, Marc Antoine Charpentier, Georges Bizet und Leonard Bernstein. Weiterhin treten eine Rockband, ein Schlagzeugensemble sowie die CeBra-Geiger auf. Auch steht ein Beitrag des Kooperationsprojektes „Musik kennt keine Grenzen“ für geflüchtete Kinder auf dem Programm.

(mh)