Bürgerinitiative: „Harald Huth zerstört den Ferdinandmarkt“

Bürgerinitiative: „Harald Huth zerstört den Ferdinandmarkt“

Bürgerinitiative: Kranoldkiez

Der Investor Harald Huth (HGHI) hat die Ferdinandstr. 31-35 (inklusive Ferdinandmarkt) und die Ladenzeile am Bahnhof erworben. Dazu äußert er sich im Interview in der Berliner Morgenpost (MoPo) am 10. Juni 2020 so:

,,Ja, der Kranoldplatz … den wollte ich für meine Familie als Sicherheit kaufen … Der gefiel mir, um mein Privatvermögen zu platzieren. Also habe ich 2017 die Ferdinandstr. 31-35 und die Ladenzeile am Bahnhof erworben. In 50 Jahren sollen sich meine Kinder darüber freuen, dass ich es mal gekauft habe.“

Ohne sich zu seiner eigenen Verantwortung zu bekennen, sagt er zum Ferdinandmarkt im gleichen Inter­view:

,,Der Marktbetreiber des Ferdinandmarktes hat vor einer Woche zum 30. Juni gekündigt.“

Tatsäch­lich wurde den Markthändler*innen gekündigt. Ende September/Oktober 2020 soll Schluss sein. Stattdessen soll es nach dem Willen von Harald Huth am Ferdinandmarkt:

,, … wieder einen großen Lebens­mittelmarkt, eine Drogerie und einen Biomarkt geben.

Diese Pläne lehnen wir ab.

Der Biomarkt besteht bereits. Einen weiteren großen Lebensmittel- und einen weiteren Drogeriemarkt, die die vorhandenen klei­nen Gewerbetreibenden verdrängen, wollen und brauchen wir nicht, sondern wir möchten den Markt und die dortige kleinteilige Geschäftsstruktur erhalten. Wir heißen einen Investor in Lichterfelde Ost, der den Kranoldplatz und dessen Umfeld als persönliche Spielwiese für seine Interessen missbraucht und dafür als Erstes den Ferdinandmarkt zerstört, NICHT willkommen. Ein solches Vorgehen ist völlig inakzeptabel. Der Ferdinandmarkt gehört seit über 100 Jahren zu unserem Kiez. Weder privaten noch geschäftlichen Interessen des Investors Huth darf er zum Opfer fallen.

Wir fordern von Herr Huth, bzw. von der HGHI Holding und der HGHI Kranoldplatz GmbH:

  • den Erhalt des Ferdinandmarkt am traditionellen Ort und die Rücknahme der Kündigungen der Markthändler*innen
  • den Verzicht auf alle Umbauten, die den Markt gefährden
  • die Kündigung von ggf. bereits bestehenden {Vor-)Mietverträgen mit Anbieter*innen großer Einkaufsmärkte
  • den Erhalt bezahlbarer Gastronomie mit Außenbereich
  • den Erhalt einer kleinteiligen Geschäftsstruktur mit bezahlbaren und ethisch verantwortba­ren Mieten in Ihren Gebäuden

Kommen Sie alle zur Auftaktveranstaltung am 8. August!

 

 

V.i.S.d.P.: Rainer Frohloff
Tel.: 0171-6414704,
Bürgerinitiative Kranoldkiez-Lichterfelde e.V.i.G.

Weitere Datenschutzhinweise unter
https://kranoldkiez-lichterfelde.de/datenschutz
www.kranoldkiez-lichterfelde.de
vorstand@kranoldkiez-lichterfelde .de

 

 

1 Kommentar

  1. Ich finde es so schrecklich.
    Es mussten schon viele Geschäfte rund um den Kranoldmarkt weg ziehen, weil er die Mieten so drastisch erhöht hat.
    Der Stofffladen, die Logopädie Leopold, der Fotoladen., Käuterkühne,… überall Leerstand.
    Das Lio wird nicht voll genutzt….. und dann soll neues Entstehen????
    Was soll das?

    Antworten

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