Neubau einer Kita in Berlin-Lichterfelde

Neubau einer Kita in Berlin-Lichterfelde

Die Büros KONTEXT ARCHITEKTEN und hammerich landschaftsarchitektur wurden im Wettbewerb für eine Kindertagesstätte am Ortlerweg in Berlin mit dem 1. Preis ausgezeichnet. (Bild: KONTEXT ARCHITEKTEN GMBH, Hannover mit hammerich landschaftsarchitektur, Neustadt)

 

In Berlin-Lichterfelde wird im Auftrag der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) eine Kindertagestätte für 80 Kinder gebaut. Die Durchführung dieser Baumaßnahme obliegt dem Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR).

Nach einem einphasigen, offenen und interdisziplinären Planungswettbewerb für Architektinnen und Architekten sowie Landschaftsarchitektinnen und Landschaftsarchitekten hat die Jury in ihrer Sitzung am 9. Juni die Büros KONTEXT ARCHITEKTEN (Hannover) und hammerich landschaftsarchitektur (Neustadt am Rübenberge) für ihren Entwurf mit dem 1. Preis ausgezeichnet.

Die Jugendstadträtin Carolina Böhm dazu:

„Endlich konnten wir uns den ausgewählten Entwurf der Architekt*innen des Kontext Büros und der Landschaftsarchitekten Hammerich ansehen. Durch die Pandemie musste das Auswahlverfahren mehrfach verschoben werden. Nun wurde entschieden und ich begrüße die getroffene Wahl. Der Entwurf mit dem Titel „Zwischen den Bäumen“ fügt sich harmonisch in das Gelände ein. Die Architekt*innen konnten überzeugend darstellen, dass sie nachhaltig bauen und das Konzept der Kita vom Kind her denken. Dabei werden die Bedürfnisse der Beschäftigten dennoch nicht vernachlässigt. Ich freue mich auf den Kita-Neubau in Lichterfelde!“

Den Architektenwettbewerb für die Kindertagesstätte führte das BBR im Rahmen der Gesamtmaßnahme durch. Der erstplatzierte Entwurf, der aus insgesamt 56 Einreichungen ausgewählt wurde, sieht einen aus vieleckigen Baukörpern zusammengesetzten Holzbau vor. Das Freiflächenkonzept mit vielfältig nutzbaren Außenspielflächen für die 32 Krippen- und 48 Kindergartenkinder überzeugte das Preisgericht ebenso wie die ausgewogene Gliederung der Innenräume.

In seiner Beurteilung hebt das Preisgericht hervor: „Der organische Baukörper in Holzbauweise unterstreicht mit seiner Positionierung selbstbewusst seine Zweckbestimmung als Kindertagesstätte zwischen Wohngebäuden und Gartenkolonie und ermöglicht eine optimale Ausnutzung des Geländes unter Einbeziehung der Bestandsbäume.“ Zudem betont die Jury, dass durch die gelungene Komposition von Räumen und Verkehrswegen abwechslungsreiche und anregende räumliche Situationen entstehen, die erlebnisreiche, altersgerechte Bewegung der Kinder im Gebäude ermöglichen werden.

Entscheidungsfindung

Der Jury unter dem Vorsitz von Laura Fogarasi-Ludloff gehörten neben freischaffenden Architektinnen und Architekten sowie Landschaftsplanerinnen und -planern auch Vertreterinnen und Vertreter des zukünftigen Betreibers (Kindertagesstätten Berlin Süd-West), der BImA, des BBR und des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf von Berlin an. Zu den Beurteilungskriterien zählten neben dem gestalterischen Aspekt, der städtebaulichen Einbindung, der Funktionalität und der Wirtschaftlichkeit auch die Barrierefreiheit und die Nachhaltigkeit des Konzeptes. Es wird eine Zertifizierung des Gebäudes nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) für Bundesbauten angestrebt mit dem Ziel, die Kriterien des Silber-Standards in den Systemvarianten „Unterrichtsgebäude-Neubau“ und „Nachhaltige Außenanlagen“ zu erfüllen.

Den 2. Preis erhielten Cheret Bozic Architekten BDA BWD in Arbeitsgemeinschaft mit Möhrle + Partner Landschaftsarchitekten BDLA/IFLA, der 3. Preis wurde Sedeño Bauplanung mit Henningsen Landschaftsarchitektur zuerkannt, zwei Anerkennungen gingen an erchinger wurfbaum architekten mit Häfner jimenez betcke jarosch Landschaftsarchitekten sowie ARGEBüro Hacke + Guillen Esteras Architects mit Landschafts.Architektur Birgit Hammer.

Hintergrund

Mit der Verlagerung von Parlament und Regierungsfunktionen von Bonn nach Berlin entstanden sukzessive neue Infrastrukturmaßnahmen und Wohnungen für Bundesbedienstete in der Hauptstadt. Im Rahmen der Wohnungsfürsorge besteht die Verpflichtung des Bundes, auch öffentliche Einrichtungen wie Kindertagesstätten zu errichten. Die Kita im Ortlerweg 19 soll durch den landeseigenen Träger Kindertagesstätten Berlin Süd-West betrieben und genutzt werden. Aktuelle Besitzerin des rund 1.850 Quadratmeter großen Grundstücks ist die BImA, in deren Verantwortungsbereich die Wahrnehmung der Aufgaben der Wohnungsfürsorge liegt. Nach Fertigstellung der Baumaßnahme wird die Liegenschaft an das Land Berlin übergeben.

Entsprechend der Empfehlung des Preisgerichtes wird das BBR nun im Auftrag des Maßnahmenträgers Vertragsverhandlungen mit den ersten Preisträgern zur Beauftragung der weiteren Planung und Durchführung für den Bau der Kinderbetreuungseinrichtung in Berlin-Steglitz aufnehmen.

Alle Wettbewerbsbeiträge sind in Kürze in einer virtuellen Ausstellung auf der Internetseite des BBR zu sehen.

 

 

 

(BA Steglitz-Zehlendorf)

 

 

 

 

 

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