Neues Stadtteilzentrum für Steglitz-Zehlendorf

Neues Stadtteilzentrum für Steglitz-Zehlendorf

Katja Krause (Stadtteilzentrum Steglitz e.V.) und Hanno Giese (Mittelhof e.V.) sind zwei der Verantwortlichen für das neue Stadtteilzentrum SüdOst / Foto: e.baumann

Noch hängt das Schild „Coiffeur König“ über dem Eingang des Hauses in der Leonorenstraße 85 in 12247 Berlin-Lankwitz. Aber nicht mehr lange. Denn schon bald wird hier ein neues Stadtteilzentrum seine Türen öffnen. Unter dem Namen Stadtteilzentrum SüdOst entsteht im ehemaligen Frisiersalon ein neuer Begegnungsort für Menschen aus der Nachbarschaft und darüber hinaus.

Das Stadtteilzentrum SüdOst ist ein gemeinsames Projekt von Stadtteilzentrum Steglitz e.V. und Mittelhof e.V.  Die beiden Träger sind seit vielen Jahren im Bezirk verwurzelt und betreiben zahlreiche Einrichtungen der Stadtteilarbeit, der Offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie Kitas und Horte.

Das neue Stadtteilzentrum soll das bestehende Angebot an Nachbarschaftsarbeit der beiden gemeinnützigen Vereine erweitern und dieses noch mehr Menschen aus dem Bezirk zugänglich machen. Um noch mehr Steglitz-Zehlendorfer*innen erreichen zu können, wird es Angebote des Stadtteilzentrums SüdOst an verschiedenen Standorten geben. Neben dem neuen Standort in Lankwitz wird auch das Nachbarschaftshaus Lilienthal in der Schütte Lanz Straße 43 in 12209 Berlin-Lichterfelde ein fester Bestandteil des neuen Stadtteilzentrums sein. „Hier möchten wir zum Beispiel zahlreiche Angebote rund um das Thema Gesundheit und Prävention machen“, erzählt Hanno Giese vom Mittelhof, einer der Verantwortlichen für das Stadtteilzentrum SüdOst und Ansprechpartner für den Standort Nachbarschaftshaus Lilienthal: „Neben Sportkursen aller Art sollen dort Kurse zur Stärkung der Erziehungskompetenz und zur Stärkung der Eltern-Kind Bindung nach der Geburt sowie spielerische Sprachförderung für Mütter mit Kleinkindern stattfinden. Es soll ein wohnortnahes Beratungsangebot zu Eltern- und Erziehungsfragen sowie thematische Informationsabende geben. Im Nachbarschaftscafé ist ein Umgangscafé für getrenntlebende Eltern geplant.“

Angedacht ist auch ein enger Austausch mit der Nachbarschaftseinrichtung Kieztreff in der Thermometersiedlung. Perspektivisch soll auch der neu entstehende Stadtteil in Lichterfelde Süd, das sogenannte „Neu-Lichterfelde“, miteinbezogen werden. „Unser Ziel ist es, dass unsere Nutzer*innen auch die ‚weiter weg gelegenen‘ Standorte besuchen und die ‚Kieze‘ sich dadurch näherkommen“, so Giese.

Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit des neuen Stadtteilzentrums soll auf den Angeboten des neuen Nachbarschaftstreffs in der Leonorenstraße Ecke Saarburger Straße liegen. Hierfür haben die Mitarbeiter*innen auch schon sehr viele Ideen. „Neben dem klassischen Nachbarschaftscafé wollen wir hier zum Beispiel auch einige Co-Working-Plätze in einer schönen Atmosphäre und mit freiem WLAN-Zugang anbieten“, erzählt Katja Krause vom Stadtteilzentrum Steglitz e.V., eine der Verantwortlichen für das neue Stadtteilzentrum und Ansprechpartnerin für den Standort Lankwitz. „Dieses Angebot würde nicht nur den Nachbar*innen, sondern auch den Bewohner*innen der Gemeinschaftsunterkunft zugutekommen. In der Unterkunft haben sie nur einen sehr eingeschränkten Internetzugang“.

Die Kooperation mit der Gemeinschaftsunterkunft wird als ein wichtiger Teil der Arbeit an diesem Standort gesehen und kommt jetzt schon zur Geltung. Eines der bereits laufenden Projekte basiert ebenfalls darauf. Bei dem Projekt handelt es sich um einen Nachbarschaftsgarten, der auf dem Gelände der Unterkunft entstehen wird. Dabei werden 20 Hochbeete aufgestellt und bepflanzt. Das Besondere daran ist, dass jedes Hochbeet jeweils von einem Bewohner der Unterkunft und einem Anwohner aus der Nachbarschaft gemeinsam gepflegt wird. Die „Paten“ kümmern sich zusammen um Bepflanzung, Bewirtschaftung und auch um die Ernte. Ein Team aus Ehrenamtlichen koordiniert und berät die engagierten Gärtner*innen bei Bedarf.

Natürlich sollen die Räumlichkeiten des neuen Nachbarschaftsladens zur Nutzung auch Initiativen und Selbsthilfegruppen angeboten werden.

Auch wenn die Türen noch geschlossen sind, ist die Arbeit des neuen Stadtteilzentrums bereits seit 1. Juli 2020 in vollem Gange. Konzeptentwicklung, Erhebung der Wünsche und Bedarfe der Anwohner*innen, erste Kontaktaufnahme zur Nachbarschaft unter anderem bei der Stadtteilkonferenz Lankwitz werden aktuell durchgeführt. Auch die Bauarbeiten im Gebäude laufen bereits auf Hochtouren. Diese werden voraussichtlich noch bis Mitte November dauern. Anschließend kommt die Inneneinrichtung.

Zum Ende des Jahres sollen die Arbeiten dann abgeschlossen und die Türen für die Nachbarschaft geöffnet werden. Eine „richtige“ Eröffnungsfeier ist aufgrund der aktuellen Situation erst Anfang 2021 geplant.

 

 

(Stadtteilzentrum Steglitz e.V.)

 

 

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