Steglitz-Zehlendorf geht Partnerschaft mit der AOK Nordost ein

Steglitz-Zehlendorf geht Partnerschaft mit der AOK Nordost ein

Das Rathaus Steglitz , Foto: Baumann

Das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf und die AOK Nordost wollen zukünftig vertrauensvoll im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention zusammenarbeiten. Die Dezernentin für Jugend und Gesundheit Frau Carolina Böhm sowie der Leiter des Bereiches Gesundheitsmanagement der AOK Nordost Herr Matthias Auth bestätigen dies am morgigen 8.September 2020, um 09.00 Uhr, im Rathaus Steglitz, Raum 206, Schloßstraße 37, mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Kooperationsvereinbarung.

Wir wissen es alle: Körperliche und seelische Gesundheit werden nicht allein durch die vorhandenen medizinischen Versorgungsstrukturen mitbestimmt. Vielmehr haben auch das individuelle Verhalten und insbesondere die Lebensverhältnisse und die Beschaffenheit der Orte, an denen wir uns tagtäglich aufhalten, Einfluss auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden.
Das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf richtet daher sein besonderes Augenmerk auf die gesundheitsförderliche Gestaltung der sogenannten Lebenswelten, wie z. B. Kitas, Schulen, Nachbarschaft, etc.. Also Orte, an denen sich die Menschen ganz alltäglich aufhalten und an denen insbesondere auch sozial und gesundheitlich benachteiligte Menschen gut erreicht werden können. Auf diese Weise sollen die gesundheitliche Chancen aller Menschen verbessert werden.
Ein wichtiger Partner soll hierbei zukünftig die AOK Nordost sein. Wie andere Träger der Sozialversicherung ist auch die AOK Nordost durch das 2015 in Kraft getretene Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention (Präventionsgesetz) aufgefordert, präventions- und gesundheitsförderliche Angebote in den sogenannten Lebenswelten finanziell und strategisch zu unterstützen. Durch eine enge Zusammenarbeit mit bezirklichen Akteuren und Vernetzungsstrukturen will die AOK Nordost u. a. sicherstellen, dass die Angebote – gemäß der „Guten Praxis für gesundheitlichen Chancengleichheit“ der Bundeszentrale für gesundheitlichen Aufklärung – bestmöglich den Bedarfen der jeweiligen Zielgruppen entsprechen, niederschwellig konzipiert und möglichst nachhaltig sind.

“Als Gesundheitskasse fühlen wir uns verpflichtet, die Gesundheit und Lebensqualität der Menschen zu fördern. Wir bieten deshalb nicht nur starke Leistungen bei der Vorsorge und im Krankheitsfall, sondern setzen auf Prävention und Gesundheitsförderung“, sagt Matthias Auth, Bereichsleiter Gesundheitsmanagement bei der AOK Nordost. Kommunen hätten dabei eine besondere Schlüsselfunktion, da hier alle Menschen, unabhängig von ihrem sozialen Status oder der gesundheitlichen Belastung erreicht werden können: in der Kita, der Schule, den Quartieren der Stadt oder den Einrichtungen für Senioren. „Daher ist es uns ein wichtiges Anliegen den Bezirk Steglitz-Zehlendorf mit gut evaluierten und wirksamen Programmen zu unterstützen.“ Gleichzeitig können durch die von AOK Nordost geförderten Maßnahmen Angebotslücken im Rahmen der integrierten kommunalen Strategie für Gesundheitsförderung des Bezirks geschlossen werden und neue Ansätze der Gesundheitsförderung in Pilotprojekten evaluiert werden.

Die Koordination der Zusammenarbeit erfolgt in der für Gesundheitsförderung und Gesundheitsplanung zuständigen Stabsstelle (QPK) der Dezernentin für Jugend und Gesundheit. Die gemeinsame Vereinbarung regelt Details der zunächst für drei Jahre geplanten Kooperation. Als erste Projekte und Maßnahmen wurde ein Ausbau von den AOK Nordost Präventionsprodukten, wie z. B. Angeboten zur ambulanten Sturzprävention für ältere Menschen oder gesundheitsförderliche Angebote in Kitas mit „JolinchenKids“ geplant.

Ansprechpartnerin für weitere Informationen:
Dr. Levke Quabeck, Organisationseinheit Qualitätsentwicklung, Planung und Koordination im öffentlichen Gesundheitswesen (QPK), Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin
Tel.: (030) 90299-4703, E-Mail

 

 

(BA Steglitz-Zehlendorf)

 

 

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