
Ein schwerer Unfall ereignete sich im November 2016 an der Kreuzung Feuerbachstraße/ Körnerstraße. Eine Seniorin wurde dabei tödlich verletzt. Foto: Baumann
Das Bezirksamt soll den Kreuzungsbereich Feuerbachstraße/ Körnerstraße so gestalten, dass es Fußgängern möglich ist, diesen gefahrenfrei zu passieren. Das wünscht sich die FDP-Fraktion der Bezirksverordnetenversammlung Steglitz-Zehlendorf in einem Antrag. Auch der Runde Tisch Steglitz-Mitte hat sich die Situation an der „gefährlichen Ecke“ als Punkt auf die Tagesordnung für die nächste Sitzung gesetzt.
Die Verkehrsführung der Feuerbachstraße ist im Kreuzungsbereich der Körnerstraße sehr unübersichtlich. An dieser Stelle kam es in den letzten Jahren bereits mehrmals zu Unfällen. Der Jüngste passierte im November vergangenen Jahres und endete mit einem Todesopfer.
Das soll in Zukunft verhindert werden. In dem Antrag der FDP vom 18. Januar wird das Bezirksamt aufgefordert, die Verkehrsführung an dieser Stelle durch mehrere Maßnahmen wie beispielsweise die Anbringung des Verkehrszeichens mit der vorgeschriebenen Fahrtrichtung (rechts) an der Ausfahrt Cosy-Wash zur Feuerbachstraße sowie Ausweisung der Einmündung Feuerbachstraße/ Körner Straße/ Schönhauser Straße/ Lauenburger Straße als Einbahnstraße zu verändern.
Aktuelle Verkehrssituation unübersichtlich
Zurzeit ist der „halbrunde Abzweig“, in dem die Körner Straße, Schönhauser Straße und Lauenburger Straße münden, in beide Fahrtrichtungen befahrbar. So treffen in der Einmündung sämtliche Verkehrsteilnehmer aus einer Vielzahl von Fließrichtungen aufeinander. Für die Fußgänger gestaltet sich die Überquerung der Straße daher recht problematisch. Da sich aber in unmittelbarer Nähe der Einmündung ein Seniorenheim und eine S-Bahn-Station befinden, ist der Fußgängeraufkommen an dieser Stelle oft hoch. Dazu kommt, dass im südlichen Bereich der Körnerstraße sowohl Gewerbe als auch ein Supermarkt angesiedelt sind, sodass der Kreuzungsbereich zur Feuerbachstraße stark befahren wird.
Durch die beantragten Maßnahmen soll der Verkehrsfluss übersichtlicher für alle Verkehrsteilnehmer werden. Insbesondere soll sich dadurch die Überquerung der Straße leichter gestalten.

So könnte die neue Verkehrsführung an der Feuerbachstraße Ecke Körnerstraße aussehen Skizze: A. Thimm
Da es sich bei den Maßnahmen überwiegend um Markierungsarbeiten beziehungsweise um das Aufstellen von einfachen Verkehrszeichen handele, seien die Kosten für die Maßnahmen vertretbar, so die FDP-Fraktion.
Der Antrag wurde zunächst in den Ausschuss Umwelt, Naturschutz, Tiefbau, Landschaftsplanung und Bürgerbeteiligung unter Mitberatung von Ordnung, Verkehr und Bürgerdienste überwiesen.
Bürger können mitreden – Runder Tisch Steglitz-Mitte lädt zum Dialog ein
Auch die Organisatoren des Runden Tisches Steglitz-Mitte kennen die schwierige Verkehrssituation an dieser Stelle und haben das Thema auf die Tagesordnung für die nächste Sitzung gesetzt. Diese findet am Donnerstag, 9. Februar, statt. Dort haben alle interessierten Bürger die Möglichkeit, sich zu der Situation zu äußern und Fragen zu stellen. Wie das Vorbereitungsteam des Runden Tisches mitteilte, wird die Bezirksstadträtin für die Abteilung Immobilien, Umwelt und Tiefbau, Maren Schellenberg, bei dem kommenden Treffen dabei sein und sich den Anliegen der Bürger widmen.
Neben der Verkehrssituation an der Feuerbachstraße Ecke Körnerstraße können bei der Sitzung auch alle anderen Anliegen der Bürger rund um den Kiez besprochen werden.
Der runde Tisch Steglitz-Mitte findet am Donnerstag, 9. Februar, um 18 Uhr in der Ingeborg-Drewitz-Bibliothek, Grunewaldstraße 3, statt.
(eb)










Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Das Erinnerungsprojekt „Sie wollten leben!“ macht 100 jüdische Menschen und ihre Lebensgeschichten auf Litfaßsäulen sichtbar. Einer der 25 Rundtürme steht in der Schloßstraße.
Die Litfaßsäulen sind so etwas wie die Überlebenden der Medienumbrüche. 1854, also vor 172 Jahren, stellte der Zeitungsverleger Ernst Litfaß die erste Säule auf, zehntausende folgten in den kommenden Jahrzehnten allein in Deutschland. Damals wie heute haben die zweieinhalb bis dreieinhalb Meter hohen Türme den Zweck, Informationen und Botschaften zu verbreiten. Und wie sich heute in den Timelines der digitalen Netzwerke der Zustand einer Gesellschaft ablesen lässt, präsentier(t)en auch die Litfaßsäulen den Geist ihrer Zeit.
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Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
1933 platzierten die Nationalsozialisten den Aufruf „Deutsche, verteidigt Euch gegen die jüdische Greuelpropaganda, kauft nur bei Deutschen!“ auf den runden Säulen. Die Aufforderung wurde von einer in weiten Teilen angepassten bis antisemitischen Bevölkerung antizipiert, welche die Vorbereitung eines bis dahin unvorstellbaren Massenmordes mehrheitlich teilnahmslos hinnahm. Einige Jahre später wurden die ersten Juden Berlin zwangsweise in Richtung der Arbeits- und Vernichtungslager verbracht.
Am 18. Oktober 1941 verließ der erste sogenannte „Osttransport“ den Bahnhof Grunewald. Unter dem Vorwand der Umsiedlung wurden 1.013 jüdische Frauen, Männer und Kinder in die von deutschen Truppen besetzte polnische Stadt Łódź, in das Ghetto Litzmannstadt, verschleppt.
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Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Zuvor mussten sich diese Menschen mit ihrem Handgepäck bis zum 15. Oktober im Sammellager, in der Synagoge Levetzowstraße, einfinden. Rechtlos, ihrer sozialen Stellung und ihres Besitzes beraubt, aus der Gesellschaft ausgestoßen und zu Nummern degradiert, mussten die Jüngeren unter den Augen der Berliner Bevölkerung acht Kilometer durch die Innenstadt zum Güterbahnhof Grunewald laufen. Unter dem Vorwand der Umsiedlung wurden sie von der Gestapo in den Zug gepfercht und von der Deutschen Reichsbahn in Richtung Osten transportiert.
Aus Angst vor weiteren Deportationen nahmen sich danach etwa 1.600 jüdische Frauen, Männer und Kinder das Leben. Insgesamt wurden aus Berlin mindestens 55.000 Jüdinnen und Juden deportiert und ermordet.
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Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Bis zum 16. November erinnern 25 großflächig gestaltete Litfaßsäulen in allen Berliner Bezirken an den Beginn der Deportationen jüdischer Menschen vor 85 Jahren. Das Projekt soll den Opfern der nationalsozialistischen Verfolgung und Vernichtung ein Gesicht geben und macht ihre persönlichen Geschichten mit Biografieauszügen und Fotografien im Berliner Stadtraum sichtbar.
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Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Eine der so gestalteten Säulen steht in der Hubertusstraße, Ecke Schloßstraße. Neben den allgemeinen Informationen zum Projekt und dem Gedenktag zeigen die Plakate die Schicksale dreier Personen. Der Jurist Heinrich Veit Simon, Vorstand der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums, wurde 1942 im Verhör von der Gestapo erschlagen. Drei der sechs Kinder wurden nach Theresienstadt deportiert, eine Tochter überlebte. An Simon erinnert ein
Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Lucie Charlotte Hulda Gerson (
Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Bianka Löwenherz (
Dieser Vorschlag ist wenig durchdacht, da so den Radfahrern, die aus der Körnerstr. aus Richtung Norden kommen, der direkte Weg in die Fahrradstraße(!) Lauenburger Straße abgeschnitten wird und sie dann in einen unsicheren Umweg gezwungen werden. Hoffen wir als Radfahrer mal, dass das der Ausschuss Umwelt, Naturschutz, Tiefbau, Landschaftsplanung und Bürgerbeteiligung unter Mitberatung von Ordnung, Verkehr und Bürgerdienste erkennt.
Liebe(r) Gerrit, erst einmal vielen Dank für den Hinweis. Der Vorschlag hat primär das Ziel die Kreuzung gegenüber der Waschstraße sicherer zu machen. Das bisherige Feedback war dabei durchaus positiv. An Deinem (Ihrem) Hinweis kann man aber prima lernen, wie wichtig die direkte Kommunikation unter uns ist. Vielen Dank daher auch an die Redaktion, dass wir hier diese Möglichkeit bekommen.
Liebe(r) Gerrit, warum gleich so negativ? Du (Sie) haben ja mit Ihrem Hinweis durchaus recht! Der Hinweis mit der Fahrradstraße ist natürlich richtig und wichtig. Man kann jedoch Einbahnstraßen für Radfahrer auch entgegen der Fahrtrichtung freigeben. Die Lauenburger Str. ist als Fahrradstraße ausgewiesen. Wenn diese Fahrradstraße in der nördlichen Körnerstraße weitergeführt wird (ich gebe zu, das hatte ich beim Ausarbeiten des Antrages so nicht auf dem Schirm), dann hast Du (Sie) zu 100% meine Zustimmung verdient. Die Einheit dieses Fahrrad-Straßenzuges sollte natürlich erhalten bleiben. Man kann ja das Stück zwischen der Kreuzung Feuerbachstr. zur Lauenburger in Richtung Süd – entgegen der dann bestehenden Einbahnstraße – für Radfahrer frei geben. Ich denke sogar man sollte dort dann die Gelegenheit nutzen und auch die Markierungen für Radfahrer gleich mit optimieren und das besagte Stück zwischen Feuerbachstr. und Lauenburger, vielleicht sogar die Kreuzung Feuerbachstr. selbst, für Fahrradfahrer markieren. Die Radfahr-Durchfahrt Lauenburgerstr.-nördl. Körnerstr. würde so sogar aufgewertet. Und ich denke das bringt auch Sinn so… Vielen Dank also nochmals für den Hinweis. Ich werde den Antrag an dieser Stelle überarbeiten und sodann die Änderung in den Ausschuss einbringen. Natürlich dann aber auch in der Hoffnung eine breite Zustimmung zu finden. Auch bist (sind) Du (Sie) gerne eingeladen sich selbst ein Bild zu machen und ggf. weitere Ideen zu äußern. In diesem Sinne, viele Grüße A.Thimm (FDP-Fraktion, BVV Steglitz-Zehlendorf – thimm@fdp-bvv.de).
Guten Abend,
ich weiß nicht, ob meine email überhaupt jemanden erreichen wird. Seit der Diskussion sind 3 Jahre vergangen, Covid 19 ist ausgebrochen ect..
Aber dieser Ringsverkehr an der Feuerbachstr/Körnerstr/ Lauenburger ect ist meiner Meinung nach die schlimmste Stelle in Steglitz !
Was hat sich danach an der Kreuzung geändert ? Es gibt dort nicht mal Zebrastreifen , der Verkehr geht in beide RIchtungen aus allen Strassen.
Es gibt eine Ampel Feuerbachstr Richtung S Bahn auf die Insel, aber wie kommt man von der Insel weiter ??? Oder wartet bis es leer ist ?
In diesem Jahr soll mein Kind lernen von der S Bahn Feuerbachstr entlang Feuerbachstr RIchtung Knausplatz alleine aus der SChule zu laufen.
Das ist doch nicht sicher und zumunbar !
Wer hat sich diese blöde Verkehrsführung ausgedacht ? Verkehr aus allen Nebenstrassen und in alle Richtungen !
Was soll noch alles passieren, dass an dieser schlimmen Kreuzung was geändert wird ?
Bitte das Thema nochmal öffentlich aufgreifen !
Evtl würde eine Petition, Unterschriften sammeln oder eine Verkehrsbegutachtung helfen, diese Situation zu ändern.
Ich würde mich über den aktuellen Stand des Projektes sehr freuen.
Mit freundlichen GRüssen,
Julia Schmidt
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