Der Adventskalender des Bezirkselternausschusses (BEA) Steglitz-Zehlendorf geht in eine neue Runde. Alle Berliner Schulen sind ab sofort wieder dazu aufgerufen, sich an der Aktion zu beteiligen.
„Zeigt uns eure schimmeligen Wände, kaputten Möbel, vergammelten Sanitäranlagen, verrotteten Fenster und Türen. Berichtet von undichten Dächern, fehlenden Fachräumen und maroden Turnhallen. Macht Fotos und Videos. Wir bieten euch mit den Einstürzenden Schulbauten eine Plattform, auf der ihr gesehen und gehört werdet. Berichtet uns von ungenügender Reinigung und Platzmangel. Die kleinen Ärgernisse sind genauso wichtig wie die großen Baustellen“, heißt es in dem Aufruf, den der BEA auf der Internetseite der Stiftung Bildung veröffentlichte. Die Stiftung und ihr Vorstandsmitglied Daniela von Treuenfels unterstützen die Aktion tatkräftig. Ausdrücklich sind Lehrer und Schüler aufgerufen, sich zu beteiligen, denn „ihr haltet euch am meisten in dieser Umgebung auf, in der ihr euch wohlfühlen solltet“. Das Vorstandsteam des BEA leitet die Adventskalenderbeiträge unter anderem an die Bildungs- und Haushaltspolitiker auf Bezirks- und Senatsebene weiter.
Die geplanten Beiträge für den Adventskalender 2015 sollten mit den GEV- Vorständen und gegebenenfalls mit den Schulleitungen abgestimmt und per Mail an vorstand@bea-sz.de gesandt werden.
Der Bea sieht sich erneut zu dieser Aktion genötigt, weil es „am gemeinsamen politischen Willen der Regierungskoalition, am Zustand der Schulen grundlegend etwas zu ändern“, fehle.
(sn)










Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt mit 50.000 Euro die Sanierung der Dachkonstruktion und Dachhaut im westlichen Querschiff der Dreifaltigkeitskirche in Lankwitz. Die Gemeinde ist weiter auf Spenden angewiesen.
Denn insgesamt sollen nach den Berechnungen des beauftragten Planungsbüros die Arbeiten rund zwei Millionen Euro kosten, davon muss die Gemeinde 150.000 Euro selbst tragen. In drei Bauabschnitten werden zunächst die Portaltürme, das Kirchenschiff und die Querhäuser erneuert. Danach folgt der Kirchturm, zuletzt werden Apsis und Sakristei neu eingedeckt.
Das Gotteshaus hat ein neues Dach dringend nötig. Stürme der letzten Jahre haben der Konstruktion stark zugesetzt, teilweise sind Dachziegel auf den Kirchhof und die stark frequentierte Paul-Schneider-Straße und die Gallwitzallee gestürzt. Die Kupferbekrönungen, so hält es der Denkmalplaner in seinem Gutachten weiter fest, sind korrodiert, die darunterliegende Schalung ist durchfeuchtet. An der Dachkonstruktion fehlen Ziegel. Wo eine Dämmung vorhanden ist, ist sie durchfeuchtet und besteht aus krebserregenden Baustoffen. Kurz gesagt: hier musste etwas passieren, und zwar schnell.
Die Dreifaltigkeitskirche gilt mit ihrem imposanten hoch aufragenden Turm als Wahrzeichen und Zentrum von Lankwitz. Der Sakralbau wurde im Stil der märkischen Backsteingotik ab 1903 errichtet und 1906 geweiht. Der Detailreichtum der Fassade setzt sich nach oben hin fort; die Dachlandschaft ist durch eine Vielzahl an verschiedenen Konstruktionen unterschiedlicher Dach- und Turmformen, Material und Verzierungen geprägt. Der dominierende Vierungsturm mit seiner Zier verleiht der Dreifaltigkeitskirche ihr markantes Aussehen.
Die Gemeinde beheimatet in ihren Gebäuden unter anderem eine Pflegestation, die Haltestelle Diakonie für die Unterstützung psychisch oder an Demenz Erkrankter und ein Sozialcafé. In Zusammenarbeit mit der „Berliner Tafel“ gibt es wöchentlich eine Lebensmittelausgabe, die 140 Haushalte versorgt. Jährlich zum Totensonntag im November gibt es eine interreligiöse Gedenkfeier zur Erinnerung an Menschen, die einsam verstorben sind und behördlich bestattet wurden.
Spenden für die Sanierung der Kirche sind möglich auf das Konto
Dreifaltigkeitsgemeinde Lankwitz
IBAN: DE03 5206 0410 6803 9663 99
BIC: GENODEF1EK1
Spendenzweck: Kirchendach
Der Zuschuss der Deutschen Stiftung Denkmalschutz kommt aus Spendengeldern der Stiftung und aus Lottomitteln.