Im Streit um die Fassade des Jagdschlosses Glienicke haben die Steglitz-Zehlendorfer ab sofort die Möglichkeit, sich per Unterschrift für die historischen Fassade und die Freitreppe nach den Plänen des Hofbaumeisters Albert Geyer einzusetzen. In den Rathäusern des Bezirks liegen Unterschriftenlisten aus, mit denen die Bürger die Bezirksverordnetenversammlung und das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf auffordern, dass sie sich brieflich mit einem dringenden Hilferuf an den Regierenden Bürgermeister und den Berliner Senat wenden und darauf drängen, dass die Bauarbeiten am Jagdschloss Glienicke mit dem Nachbau der historischen Geyer-Fassade vollendet werden können. Bisher favorisieren Denkmalpfleger und Landeskonservator den sogenannten Taut-Erker von 1964. Architekt Max Taut hatte das Schloss zu einer Jugendeinrichtung umgebaut und in dessen Zug auf der Parkseite den umstrittenen Glaserker errichtet und Pergolen davor gesetzt. Mit Beginn der Sanierung des Jagdschlosses 2005 hatten die Erker-Gegner darauf gehofft, dass die ursprüngliche Fassade wiederhergestellt würde.
Die Untershriftenlisten liegen bei den Pförtern in den Rathäusern Zehlendorf, Kirchstraße 1/3, Steglitz, Schloßstraße 37, und Lankwitz, Leonorenstraße 70, aus.













Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Damit auch alles glatt läuft für die Radfahrer, wurde jetzt das Kopfsteinpflaster abgefräst.
Vor gut einem halben Jahr wurde auf dem Tietzenweg zwischen Unter den Eichen und Gardeschützenweg die Fahrradstraße fertiggestellt. Hier haben Radfahrer Vorrang, Kraftfahrzeuge werden als Anlieger weiterhin zugelassen. Radfahrerinnen und Radfahrer dürfen nebeneinander fahren, für alle gilt die Geschwindigkeitsbeschränkung auf maximal 30 km/h. Ausnahmen gelten für Müllfahrzeuge, Rettungswagen sowie für Polizei und Feuerwehr.
Eine Weiterführung der Vorrangstraße für Radfahrer ist ab dem Gardeschützenweg perspektivisch bis zum Hindenburgdamm vorgesehen. Damit Radfahrer in Richtung Augustastraße weiter komfortabel unterwegs sein können, wird derzeit das Kopfsteinpflaster geglättet. Zunächst hat sich die große Maschine durch den Tietzenweg zwischen Gardeschützenweg und Viktoriastraße gescheppert. Derzeit wird das nächste Teilstück bis zur Augustastraße fertiggestellt.
Im Zuge dessen wird die Kreuzung Tietzenweg/Sophienstraße/Viktoriastraße asphaltiert und barrierefrei ausgebaut. Gehwegvorstreckungen sollen die Wegebeziehungen verbessern und Übergänge sicherer machen.
Die Kosten für die bisherigen Maßnahmen liegen bei rund 800.000 Euro. Nach Angaben des zuständigen Stadtrats Urban Aykal (Grüne) wurden für den ersten Abschnitt 155.000 Euro ausgegeben. Für den zweiten Teil werden insgesamt 650.000 Euro fällig, davon alleine 300.000 Euro für das Abfräsen des Pflasters.
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Frisch gefrästes Kopfsteinpflaster: eben und mit kleinen Rillen. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
In einem dritten Abschnitt soll im nächsten Jahr der dritte Bauabschnitt bis zum Hindenburgdamm fertiggestellt werden. Das Ziel ist es, so Stadtrat Aykal, „eine sichere Radverbindung von Lankwitz und Lichterfelde zur FU und zur City West zu schaffen“. Auch vor dem Hintergrund, dass an der Drakestraße aufgrund der geringen Breite kein Radweg angelegt werden könne, sei das „sehr wichtig“.
Als Urban Aykal die Ideen im Juni vergangenen Jahres erstmals im Rahmen des Runden Tisches vorstellte, sprach er von einem „Campus Lichterfelde West“. Gemeint sind verkehrliche Maßnahmen für die dortigen 10 Schulen und zahlreichen Kitas mit ihren rund 10.000 Kindern und Jugendlichen.
Der Tietzenweg, der Teil des Berliner
Es wäre sehr schade so ein schönes Haus verfallen zu lassen.