Am 13. Juni von 18 bis 20 Uhr lädt die Villa Donnersmarck zu ihrem nächsten Jour fixe ein. Pünktlich zur Urlaubszeit heißt das Thema des Abends „Zu Gast in der Welt – barrierefrei reisen“.
Einfach „buchen und weg“ ist für Menschen, die mit einer Beeinträchtigung leben, keine Option. Nur gute Planung garantiert einen unbeschwerten Urlaub. Sind Reiseportale für sie uneingeschränkt nutzbar oder führt der Weg in den Urlaub am besten über das Reisebüro? Wie verlässlich sind die Angaben zur Barrierefreiheit bei den Reiseangeboten? Und wie weit ist Barrierefreiheit davon entfernt, ein touristischer Standard zu werden?
Beim Jour fixe sprechen Anbieter und Urlauber, darunter Adina und Timo Hermann, Reiseblogger für Mobilista.eu, Stefan von Schlotheim, Geschäftsführer FDS Hotel gGmbH, und Jan-Peter Väthjunker, Tourismus für Alle Deutschland e.V. (NatKo) über ihre Erfahrungen und Perspektiven und geben Tipps für einen perfekten Urlaub ohne Hindernisse.
Alle Interessierten sind eingeladen mitzudiskutieren. Nach der Talkrunde können sich die Gäste noch bis 21 Uhr bei einem kleinen Imbiss über das Gehörte und ihre eigenen Erfahrungen austauschen.
Die Veranstaltung findet in der Villa Donnersmarck, Schädestraße 9–13 in 14165 Berlin-Zehlendorf, statt. Der Eintritt ist frei. Um eine Anmeldung unter 030 84 71 870 oder per E-Mail an villadonnersmarck@fdst.de wird gebeten.
(sn)













Foto: Patrick Meyer[/caption]
Von Milwaukee über Asien nach Steglitz-Zehlendorf, vom US-Soldaten zur Berliner Radiolegende. Ende März ist Rik de Lisle gestorben, er wurde 79 Jahre alt.
Ein Beitrag von Patrick Meyer
„Hi! Icke bin’s, der Alte Ami, Rik de Lisle!“ Jahrzehnte lang begrüßte Rik so die Berlinerinnen und Berliner zu seinen Shows, auch als die Stadt noch geteilt war. Er war schon mit Mitte 30 der „Alte Ami“ - weil er einer der ältesten Kollegen in der Redaktion war und es einfach auch gut klang. Viele waren überrascht, dass hinter der markanten Stimme mit dem unverwechselbaren amerikanischen Akzent aus dem Radio ein weißer, bärtiger Mann stand.
Rik, der Junge aus Milwaukee war durch eine Verkettung überraschender Umstände in West-Berlin gelandet: inmitten des Kalten Krieges strandete er auf einer kleinen Insel, wo Punks und Bankangestellte zusammen ein Bier tranken und sich gegenseitig den Sinn des Lebens erklärten. West-Berlin war so ein absurdes, weltpolitisches Konzept, das dem AFN-Diskjockey, der aus dem Rettungssanitäter geworden war, gefiel und in der Stadt bleiben ließ. Für immer. Rik hatte Berlin verstanden.
Obwohl man hörte, dass er nicht in Lichterfelde oder Charlottenburg aufgewachsen war, bestand schnell kein Zweifel mehr daran, dass Rik ein Berliner Original war. Er liebte die Menschen, aber nicht unbedingt das Rampenlicht. Ein Typ, der sich interessierte, aber nicht wollte, dass man ihm die Zeit stiehlt. Ein Perfektionist seines Fachs, der Talente erkannte und förderte, Einsatz forderte und mit seiner Meinung nicht hinterm Berg hielt, auch wenn das bedeuten konnte, jemanden zu verletzen.
Den Hörern war das Wurscht, weil sie spürten, dass er Radio liebte. Er brachte amerikanische Musik und das freiheitliche Lebensgefühl in den Alltag vieler Menschen, die oft mit dem Kassettenrecorder die neuesten Songs aufnehmen wollten, die Rik in seinen Shows spielte.
Als ich ihn irgendwann fragte, ob wir sein Leben nicht dokumentarisch festhalten sollten, fand er die Idee erst befremdlich und stimmte dann doch zu. So entstand 2017 der englischsprachige Film „
Spannende Ferienabenteuer erwartet Kinder in der Waldschule Zehlendorf. Archiv-Foto: Gogol[/caption]
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