Am Samstag, den 26. Mai laden die Giesensdorfer Grundschule und das Stadtteilzentrum Steglitz zu einem Benefizkonzert ein. Von 15 bis 19 Uhr erwartet die Besucher ein buntes Unterhaltungsprogramm. Alle Einnahmen kommen dem Projekt „Bandraum für die Giesensdorfer Schule“ zugute.
An der Giesensdorfer Grundschule soll ein Musikraum entstehen, in dem die Band der Schule sowie andere Kinder-Bands aus dem Bezirk ungestört proben können. „Zurzeit nutzen wir den ‚normalen’ Musikraum der Schule“, erklärt Engin Vergili, Schulsozialpädagoge und Leiter der Musik-AGs, die aktuelle Situation. Doch der Raum erfülle nicht die Anforderungen. Er sei unter anderem nicht schallgedämmt. Die Proben dürfen also nur dann stattfinden, wenn kein Schulunterricht in unmittelbarer Nähe des Raumes stattfindet. Außerdem sei der Raum in erster Linie für den Musikunterricht der Schule vorgesehen. Das bedeutet unter anderem, dass das Equipment der Band jedes Mal erst aufgebaut werden muss, bevor die Probe überhaupt beginnen kann. Dafür gehe viel wertvolle Zeit, in der die Kinder hätten Musik machen können, verloren.
Ein neuer Raum im Keller, den die Schule den Kids zur Verfügung stellt, würde Abhilfe schaffen. Dieser muss jedoch zuerst umgebaut werden. Mit dem Benefizkonzert möchten die Kinder dafür Geld sammeln. Dafür rocken sie am Samstag die Bühne. Außerdem haben sie sich weitere Bands zur Unterstützung für diesen Tag geholt. Die Einladung verspricht „tolle Musik auf die Ohren“. Für das leibliche Wohl wird natürlich auch gesorgt.
Die Veranstaltung findet auf dem großen Hof der Giesensdorfer Schule am Ostpreußendamm 63, 12207 Berlin, statt.
(eb)













Foto: Patrick Meyer[/caption]
Von Milwaukee über Asien nach Steglitz-Zehlendorf, vom US-Soldaten zur Berliner Radiolegende. Ende März ist Rik de Lisle gestorben, er wurde 79 Jahre alt.
Ein Beitrag von Patrick Meyer
„Hi! Icke bin’s, der Alte Ami, Rik de Lisle!“ Jahrzehnte lang begrüßte Rik so die Berlinerinnen und Berliner zu seinen Shows, auch als die Stadt noch geteilt war. Er war schon mit Mitte 30 der „Alte Ami“ - weil er einer der ältesten Kollegen in der Redaktion war und es einfach auch gut klang. Viele waren überrascht, dass hinter der markanten Stimme mit dem unverwechselbaren amerikanischen Akzent aus dem Radio ein weißer, bärtiger Mann stand.
Rik, der Junge aus Milwaukee war durch eine Verkettung überraschender Umstände in West-Berlin gelandet: inmitten des Kalten Krieges strandete er auf einer kleinen Insel, wo Punks und Bankangestellte zusammen ein Bier tranken und sich gegenseitig den Sinn des Lebens erklärten. West-Berlin war so ein absurdes, weltpolitisches Konzept, das dem AFN-Diskjockey, der aus dem Rettungssanitäter geworden war, gefiel und in der Stadt bleiben ließ. Für immer. Rik hatte Berlin verstanden.
Obwohl man hörte, dass er nicht in Lichterfelde oder Charlottenburg aufgewachsen war, bestand schnell kein Zweifel mehr daran, dass Rik ein Berliner Original war. Er liebte die Menschen, aber nicht unbedingt das Rampenlicht. Ein Typ, der sich interessierte, aber nicht wollte, dass man ihm die Zeit stiehlt. Ein Perfektionist seines Fachs, der Talente erkannte und förderte, Einsatz forderte und mit seiner Meinung nicht hinterm Berg hielt, auch wenn das bedeuten konnte, jemanden zu verletzen.
Den Hörern war das Wurscht, weil sie spürten, dass er Radio liebte. Er brachte amerikanische Musik und das freiheitliche Lebensgefühl in den Alltag vieler Menschen, die oft mit dem Kassettenrecorder die neuesten Songs aufnehmen wollten, die Rik in seinen Shows spielte.
Als ich ihn irgendwann fragte, ob wir sein Leben nicht dokumentarisch festhalten sollten, fand er die Idee erst befremdlich und stimmte dann doch zu. So entstand 2017 der englischsprachige Film „
Spannende Ferienabenteuer erwartet Kinder in der Waldschule Zehlendorf. Archiv-Foto: Gogol[/caption]
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