
Vom Brandenburger Tor direkt nach Steglitz-Zehlendorf: Rotkäppchen und ihre Freunde kommen im Rahmen der Märchentag auch in den Südwesten der Stadt.Foto: Märchenland/Cathrin Bach
„Rotkäppchen kommt aus Berlin“ sind die Berliner Märchentage in diesem Jahr überschrieben. Mit dem Titel soll daran erinnert werden, dass vor 200 Jahren die Kinder- und Hausmärchen erschienen – und zwar in Berlin. Dort hatte der Verlag seinen Sitz und dort forschten und lebten Jacob und Wilhelm Grimm von 1841 bis zu ihrem Tode.
Die bekannten und unbekannten Märchen aus der Grimmschen Sammlung stehen im Mittelpunkt der 23. Märchentage, die vom 8. bis 25. November stattfinden. Auch in Steglitz-Zehlendorf gibt es während dieser zweieinhalb Wochen zahlreiche Veranstaltungen, sowohl für Kinder, als auch für Erwachsene.
Den Auftakt macht das Theater Lichterfelde, Drakestraße 49. Für Donnerstag, 8. November, 10 Uhr, lädt das Theater kleine Zuschauer ins „Gespensterhaus“. Frei nach „Von Einem der auszog, das Fürchten zu lernen“ besteht Kasper ein lustig-gruseliges Abenteuer. Weitere Vorstellungen gibt es am 9. November um 10 Uhr und am Sonnabend,10. November, 16 Uhr. Der Eintritt kostet fünf Euro. Anmeldung unter (030) 84 31 46 46 erforderlich.
Danach buhlen weitere 23 Veranstaltungsorte um die Zuschauergunst.
Für Erwachsene öffnet in der Domäne Dahlem am Mittwoch, 14. November, der „Berliner Märchensalon“ seine Türen. Um 19 Uhr erzählen die Erzähler des Berlin-Brandenburgischen Märchenkreises lustige, spannende und wundervolle Märchen der Gebrüder Grimm. Rund 90 Minuten dauert der Märchenabend. Der Eintritt kostet acht, ermäßigt sechs Euro. Voranmeldungen unter (030) 6 66 30 00.
Die „Frauen in den Märchen der Brüder Grimm“ werden am Freitag, 9. November, um 19.30 Uhr im Nachbarschaftsheim „Villa Mittelhof“, Königstraße 42/43, näher betrachtet. Musikalisch umrahmt werden die Märchen von Martina Letz mit irischer Harfe und Flöte. Der Eintritt kostet sieben, ermäßigt fünf Euro. Anmeldung unter (030) 80 19 75 14.
Ein Highlight bietet die Buchhandlung Hugendubel an der Schloßstraße. Das „Märchenspinnrad“ lädt Kinder zwischen vier und zwölf Jahre zum Zuhören und Mitmachen ein. Gesponnen wird am Sonnabend, 24. November, um 14, 15 und 16 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung unter (030) 48 44 84 erwünscht.
Am Lagerfeuer werden Märchen der Gebrüder Grimm am Freitag, 18. November, in der Waldschule Zehlendorf erzählt. Der Eintritt kostet fünf Euro, ermäßigt 2,50 Euro, Familien zahlen zehn Euro.
Natürlich sind auch die Stadtteilbibliotheken bei den Märchentagen dabei und bieten Lesungen an. Das umfangreichste Märchenprogramm aber hat das Zimmertheater Steglitz. Insgesamt zehn Mal können sich Kinder auf die schönsten Märchen der Gebrüder Grimm freuen, von den Bremer Stadtmusikanten (10. November, 16 Uhr), über Rapunzel (16. November, 10.30 Uhr und 24. November, 16 Uhr) bis zu Aschenputtel (20. November, 9.30 und 11 Uhr). Der Eintritt kostet jeweils sechs, ermäßigt vier Euro. Anmeldungen sind unter (030) 25 05 80 78.
Am Abschlusstag, 25. Oktober, können Märchenliebhaber zwischen mehreren Veranstaltungen wählen. So lädt das Kino Bali um 15 Uhr Kinder zwischen sechs und acht Jahren ein, die Bremer Stadtmusikanten kennenzulernen. Wilhelm Hauffs „Geschichte vom Geisterschiff“ wartet ab 18 Uhr auf Jugendlich und Erwachsene ab 16 Jahre. Der Eintritt kostet 4,50 Euro beziehungsweise sechs Euro. Anmeldung unter (030) 8 11 46 78. In der Villa Volke Bernadotte wird zum Abschuss der Berliner Märchentage ein großes Märchenfest gefeiert, mit Kunst, Malerei, Lesung und Theater. Das Fest beginnt um 15 Uhr, der Eintritt kostet drei Euro.
Einen kompletten Überblick über das Programm in Steglitz-Zehlendorf, Berlin und Brandenburg gibt es hier.












Foto: Patrick Meyer[/caption]
Von Milwaukee über Asien nach Steglitz-Zehlendorf, vom US-Soldaten zur Berliner Radiolegende. Ende März ist Rik de Lisle gestorben, er wurde 79 Jahre alt.
Ein Beitrag von Patrick Meyer
„Hi! Icke bin’s, der Alte Ami, Rik de Lisle!“ Jahrzehnte lang begrüßte Rik so die Berlinerinnen und Berliner zu seinen Shows, auch als die Stadt noch geteilt war. Er war schon mit Mitte 30 der „Alte Ami“ - weil er einer der ältesten Kollegen in der Redaktion war und es einfach auch gut klang. Viele waren überrascht, dass hinter der markanten Stimme mit dem unverwechselbaren amerikanischen Akzent aus dem Radio ein weißer, bärtiger Mann stand.
Rik, der Junge aus Milwaukee war durch eine Verkettung überraschender Umstände in West-Berlin gelandet: inmitten des Kalten Krieges strandete er auf einer kleinen Insel, wo Punks und Bankangestellte zusammen ein Bier tranken und sich gegenseitig den Sinn des Lebens erklärten. West-Berlin war so ein absurdes, weltpolitisches Konzept, das dem AFN-Diskjockey, der aus dem Rettungssanitäter geworden war, gefiel und in der Stadt bleiben ließ. Für immer. Rik hatte Berlin verstanden.
Obwohl man hörte, dass er nicht in Lichterfelde oder Charlottenburg aufgewachsen war, bestand schnell kein Zweifel mehr daran, dass Rik ein Berliner Original war. Er liebte die Menschen, aber nicht unbedingt das Rampenlicht. Ein Typ, der sich interessierte, aber nicht wollte, dass man ihm die Zeit stiehlt. Ein Perfektionist seines Fachs, der Talente erkannte und förderte, Einsatz forderte und mit seiner Meinung nicht hinterm Berg hielt, auch wenn das bedeuten konnte, jemanden zu verletzen.
Den Hörern war das Wurscht, weil sie spürten, dass er Radio liebte. Er brachte amerikanische Musik und das freiheitliche Lebensgefühl in den Alltag vieler Menschen, die oft mit dem Kassettenrecorder die neuesten Songs aufnehmen wollten, die Rik in seinen Shows spielte.
Als ich ihn irgendwann fragte, ob wir sein Leben nicht dokumentarisch festhalten sollten, fand er die Idee erst befremdlich und stimmte dann doch zu. So entstand 2017 der englischsprachige Film „
Spannende Ferienabenteuer erwartet Kinder in der Waldschule Zehlendorf. Archiv-Foto: Gogol[/caption]
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