
Gedenkstein „Die Säule der Gefangenen“ wurde 2000 zur Erinnerung an das KZ-Außenlager Lichterfelde errichtet. Jährlich am 8. Mai veranstaltet die Initiative KZ-Außenlager Lichterfelde e.V. hier eine Gedenkfeier. Foto: Gogol
Die Initiative KZ-Außenlager Lichterfelde, die im Bezirk für die jährliche Gedenkfeier am 8. Mai an der „Säule der Gefangenen“ bekannt ist, lädt am Sonntag, den 10. Juni zu einer etwas anderen Veranstaltung ein – einer Rudi-Wunderlich-Gedenkfahrt. Die Teilnehmer fahren mit dem Rad die Strecke von Steglitz nach Prenzlauer Berg ab, die Rudi Wunderlich einst in die Freiheit führte.
Als Rudi Wunderlich, Häftling im KZ-Außenlager Lichterfelde, den Auftrag bekam, die Wohnung eines SS-Mannes im Wirtschaftsverwaltungshauptamt zu renovieren, sollte sich das als großer Glücksfall für ihn erweisen. In der Wohnung konnte er in unbeobachteten Momenten das Telefon benutzen und so seine Flucht vorbereiten. Am 10. Juni 1944 war es so weit: Er tauschte seine Häftlingskleidung gegen die Zivilkleidung, die seine Verlobte ihm besorgt hatte, „lieh“ sich das Fahrrad des SS-Mannes und machte sich auf den Weg in die Freiheit. Er radelte vom Wirtschaftsverwaltungshauptamt in Steglitz nach Prenzlauer Berg, wo eine Helferin ihn versteckte.
Die Initiative KZ-Außenlager Lichterfelde e.V. (IKZ) möchte mit der Gedenkfahrt an die Flucht von Rudi Wunderlich und damit stellvertretend an das Schicksal aller KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter in der Zeit des Nationalsozialismus erinnern. An ausgewählten Stationen wird dabei aus den Erinnerungen von Rudi Wunderlich vorgelesen.
„Wir wollen zeigen, dass es neben den Qualen des Konzentrationslagers auch Hoffnung gab. Ganz besonders wollen wir die Rolle unterstreichen, die mutige Menschen dabei gespielt haben. Sie zögerten nicht, menschlich zu handeln und zu helfen, auch wenn es mit Gefahr verbunden war. Mut und Hoffnung sind also die Themen, um die es uns geht,“ erklärt Thomas Schleissing-Niggemann, Vorsitzender der IKZ.
Teilnehmer der Gedenkfahrt treffen sich mit dem Fahrrad am 10. Juni um 10 Uhr am ehemaligen Wirtschaftsverwaltungshauptamt, Unter den Eichen 126 – 135. Die Gedenkfahrt endet gegen 12 Uhr an der Schliemannstraße 9.
(sn)












Symbolbild: Pixabay[/caption]
Der Landessportbund Berlin organisiert in den Sommerferien erneut Schwimm-Intensivkurse für Schülerinnen und Schüler der Klassen 4 bis 10, die noch nicht schwimmen können und noch kein Jugendschwimmabzeichen Bronze besitzen.
In allen sechs Ferienwochen vom 13. Juli bis 21. August werden Kurse durchgeführt, jeweils eine Woche lang von Montag bis Freitag mit täglich 45 Minuten Unterricht. Der Unterricht findet an sieben Standorten statt, darunter die Schwimmhalle Finckensteinallee (4.-6. Klasse und 7.-10. Klasse) und die Schwimmhalle Hüttenweg (ausschließlich 4.-6. Klasse). Mehrere inklusive Kurse für Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen werden in den ersten drei Ferienwochen in der Schwimmhalle Fischerinsel und im Kombibad Gropiusstadt angeboten.
Finanziert werden die kostenlosen Schwimm-Intensivkurse von der Senatsbildungsverwaltung.