
But bunten Buden und Karussells lockt die Steglitzer Woche ab 22. Mai wieder Besucher in den Bäkepark. Archiv-Foto: Gogol
Die „Spider Murphy Gang“, Keith Tynes von „The Platters“ mit Band und Frank Zander sind die musikalischen Höhepunkte der 64. Steglitzer Woche, die am 27. Mai eröffnet wird.
Wie in jedem Jahr können sich die Besucher bei freiem Eintritt auf ein buntes Programm freuen. Rund 60 Schausteller werden im Bäkepark Attraktionen für Jung und Alt aufbauen, dazu gibt es bis zum 12. Juni im Bühnen-Pavillon täglich ein abwechslungsreiches Programm. Besonders freuen sich die Organisatoren auf das Livekonzert der „Spider Murphy Gang“ am Sonnabend, 28. Mai, das Gastspiel von Keith Tynes und Band am 29. Mai sowie den Auftritt des Urberliner Multitalents Frank Zander am 10. Juni.
Auch sportlich hat das Rahmenprogramm einige traditionsreiche Veranstaltungen zu bieten, zum Beispiel das 62. Lichterfelder Rundstreckenrennen am 28. Mai auf dem Ludwig-Beck-Platz, den 21. Volkslauf am 1. Juni im Stadion Lichterfelde und die 20. Entenstaffel am 2. Juni im Stadtpark Steglitz. Auch die neue Veranstaltungsreihe „Kunst und Kultur im Gutshaus Steglitz“ wird jeweils sonntags das umfangreiche Festprogramm bereichern. Neben zwei Gastspielen des „Jungen Schlosspark Theaters“ mit „König Lear“ von Shakespeare am 29. Mai und Schillers „Die Jungfrau von Orleans“ am 5. Juni, schlüpft die Schauspielerin Sigrid Grajek am Sonntag, 12. Juni, ab 16 Uhr in die Figur der Claire Waldoff, um singend, spielend und sprechend die Zeit und das Leben von Claire lebendig werden zu lassen.
Im Rahmen des Festprogramms wird auch wieder das Supertalent der Steglitzer Woche gekürt. Künstler aus verschiedenen Bereichen können sich am Sonntag, 12. Juni, von 16 bis 19 Uhr einem großen Publikum präsentieren. Den drei Siegern winkt neben Sachpreisen ein Geldbetrag in Höhe von insgesamt 1.000 Euro.
(sn)












Foto: Patrick Meyer[/caption]
Von Milwaukee über Asien nach Steglitz-Zehlendorf, vom US-Soldaten zur Berliner Radiolegende. Ende März ist Rik de Lisle gestorben, er wurde 79 Jahre alt.
Ein Beitrag von Patrick Meyer
„Hi! Icke bin’s, der Alte Ami, Rik de Lisle!“ Jahrzehnte lang begrüßte Rik so die Berlinerinnen und Berliner zu seinen Shows, auch als die Stadt noch geteilt war. Er war schon mit Mitte 30 der „Alte Ami“ - weil er einer der ältesten Kollegen in der Redaktion war und es einfach auch gut klang. Viele waren überrascht, dass hinter der markanten Stimme mit dem unverwechselbaren amerikanischen Akzent aus dem Radio ein weißer, bärtiger Mann stand.
Rik, der Junge aus Milwaukee war durch eine Verkettung überraschender Umstände in West-Berlin gelandet: inmitten des Kalten Krieges strandete er auf einer kleinen Insel, wo Punks und Bankangestellte zusammen ein Bier tranken und sich gegenseitig den Sinn des Lebens erklärten. West-Berlin war so ein absurdes, weltpolitisches Konzept, das dem AFN-Diskjockey, der aus dem Rettungssanitäter geworden war, gefiel und in der Stadt bleiben ließ. Für immer. Rik hatte Berlin verstanden.
Obwohl man hörte, dass er nicht in Lichterfelde oder Charlottenburg aufgewachsen war, bestand schnell kein Zweifel mehr daran, dass Rik ein Berliner Original war. Er liebte die Menschen, aber nicht unbedingt das Rampenlicht. Ein Typ, der sich interessierte, aber nicht wollte, dass man ihm die Zeit stiehlt. Ein Perfektionist seines Fachs, der Talente erkannte und förderte, Einsatz forderte und mit seiner Meinung nicht hinterm Berg hielt, auch wenn das bedeuten konnte, jemanden zu verletzen.
Den Hörern war das Wurscht, weil sie spürten, dass er Radio liebte. Er brachte amerikanische Musik und das freiheitliche Lebensgefühl in den Alltag vieler Menschen, die oft mit dem Kassettenrecorder die neuesten Songs aufnehmen wollten, die Rik in seinen Shows spielte.
Als ich ihn irgendwann fragte, ob wir sein Leben nicht dokumentarisch festhalten sollten, fand er die Idee erst befremdlich und stimmte dann doch zu. So entstand 2017 der englischsprachige Film „
Spannende Ferienabenteuer erwartet Kinder in der Waldschule Zehlendorf. Archiv-Foto: Gogol[/caption]
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