Die Domäne Dahlem lädt für das Wochenende 9. und 10. November zum 25. Berliner Textilhandwerksmarkt mit Sankt-Martin-Laternenumzug ein.
Jeweils von 10 bis 18 Uhr präsentieren mehr als 30 Handwerksbetriebe aus ganz Deutschland ihre selbstgefertigten Textilien aus Naturmaterialien wie Wolle, Seide, Baumwolle und Leinen, darunter Filzer, Weber, Spinner, Klöppler, Seidenmaler, Puppenmacher und Hutmacher. Auch die Sankt-Martin-Gänsekeule kann man sich schmecken lassen, es gibt verschiedene bäuerliche Spezialitäten und Live-Musik der Gruppe „New Orleans Caliente“.
Kinder können Bilder filzen, mit Wachs basteln oder sich von der Feuershow mit Pyrofessor Logo Lard verzaubern lassen. Zudem wartet ein historisches Kinderkarussell auf kleine Fahrgäste; bei geeignetem Wetter werden Feldrundfahrten mit der Kuh- und Pferdekutsche, Traktorfahrten und Minitrettraktorenfahren angeboten.
Höhepunkt des Festes ist jeweils zum Marktende gegen 17.30 Uhr der große Sankt-Martin-Laternenumzug mit Tieren und Musik, am Sonnabend spielt der Bläserchor der Evangelischen Dorfkirchengemeinde Lankwitz unter Leitung von Martin Haesner Laternenlieder und Martinslieder. Laternen können mitgebracht oder auf der Domäne erworben werden.
Der Eintritt kostet zwei, ermäßigt einen Euro, Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre haben freien Entritt.
(sn)













Foto: Patrick Meyer[/caption]
Von Milwaukee über Asien nach Steglitz-Zehlendorf, vom US-Soldaten zur Berliner Radiolegende. Ende März ist Rik de Lisle gestorben, er wurde 79 Jahre alt.
Ein Beitrag von Patrick Meyer
„Hi! Icke bin’s, der Alte Ami, Rik de Lisle!“ Jahrzehnte lang begrüßte Rik so die Berlinerinnen und Berliner zu seinen Shows, auch als die Stadt noch geteilt war. Er war schon mit Mitte 30 der „Alte Ami“ - weil er einer der ältesten Kollegen in der Redaktion war und es einfach auch gut klang. Viele waren überrascht, dass hinter der markanten Stimme mit dem unverwechselbaren amerikanischen Akzent aus dem Radio ein weißer, bärtiger Mann stand.
Rik, der Junge aus Milwaukee war durch eine Verkettung überraschender Umstände in West-Berlin gelandet: inmitten des Kalten Krieges strandete er auf einer kleinen Insel, wo Punks und Bankangestellte zusammen ein Bier tranken und sich gegenseitig den Sinn des Lebens erklärten. West-Berlin war so ein absurdes, weltpolitisches Konzept, das dem AFN-Diskjockey, der aus dem Rettungssanitäter geworden war, gefiel und in der Stadt bleiben ließ. Für immer. Rik hatte Berlin verstanden.
Obwohl man hörte, dass er nicht in Lichterfelde oder Charlottenburg aufgewachsen war, bestand schnell kein Zweifel mehr daran, dass Rik ein Berliner Original war. Er liebte die Menschen, aber nicht unbedingt das Rampenlicht. Ein Typ, der sich interessierte, aber nicht wollte, dass man ihm die Zeit stiehlt. Ein Perfektionist seines Fachs, der Talente erkannte und förderte, Einsatz forderte und mit seiner Meinung nicht hinterm Berg hielt, auch wenn das bedeuten konnte, jemanden zu verletzen.
Den Hörern war das Wurscht, weil sie spürten, dass er Radio liebte. Er brachte amerikanische Musik und das freiheitliche Lebensgefühl in den Alltag vieler Menschen, die oft mit dem Kassettenrecorder die neuesten Songs aufnehmen wollten, die Rik in seinen Shows spielte.
Als ich ihn irgendwann fragte, ob wir sein Leben nicht dokumentarisch festhalten sollten, fand er die Idee erst befremdlich und stimmte dann doch zu. So entstand 2017 der englischsprachige Film „
Spannende Ferienabenteuer erwartet Kinder in der Waldschule Zehlendorf. Archiv-Foto: Gogol[/caption]
Ob mit oder ohne Hasen: Der Frühling lacht, die Sonne wärmt, und die Ferien bringen Entspannung. Wer Programm sucht, hat die Wahl. Hier sind unsere Tipps zum schnellen Finden.
Erste Adresse für alle, die Lust auf Unternehmungen, Workshops, gemeinsames Chillen und Abhängen, Sport und Bewegung, Tanz und Theater und vieles mehr haben, ist die