
Foto: Lebenshilfe Berlin
Wohnen in Berlin wird immer teurer. Für Menschen mit Behinderungen ist die Situation besonders schwierig. Sie haben kaum noch eine Chance, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Um Abhilfe zu schaffen, setzt Lebenshilfe Berlin auf eigene Bauprojekte. Das Jüngste davon befindet sich an der Brauerstraße in Lichterfelde und wurde am 11. November eingeweiht.
Beim neuen Projekt handelt es sich um eine Wohnstätte und ein inklusives Wohnhaus. Die Wohnstätte bittet Platz für 24 Menschen mit Behinderungen. Für die Sicherheit der Bewohner sorgt eine 24-Stunden-Assistenz. Die Unterkunft ist mit einem hohen Wohnkomfort ausgestattet. So verfügt jeder Bewohner nicht nur über sein eigenes Zimmer, sondern auch über sein eigenes Bad.
Im inklusiven Wohngebäude wurden vier barrierefreie Wohnungen errichtet. In zwei davon sind bereits ambulant betreute Wohngemeinschaften mit je vier Plätzen entstanden. Die weitere Nutzung werde zurzeit intensiv geprüft, so Dietmar Meng, Geschäftsführer der Lebenshilfe gGmbH.
„Wir freuen uns, zeitgemäße, barrierefreie Wohnstrukturen in einer attraktiven Wohnlage geschaffen zu haben. Dass sich die Bewohner hier im Kiez sichtlich wohl fühlen, bestätigt unseren Kurs“, betont Meng.
Das Wohnprojekt liegt in der Brauerstraße in der Nähe des S- und Regionalbahnhofs Lichterfelde Ost. Hier haben die Bewohner nicht nur eine gute Verkehrsanbindung, sondern auch zahlreiche Angebote direkt vor Ort. Arztpraxen, Geschäfte, Restaurants, der Wochenmarkt am Kranoldplatz und die Petruskirche mit ihrem breiten kulturellen Angebot sind fußläufig zu erreichen.
Die Baupläne stammen vom Berliner Architekten-Büro Dickmann Richter. Insgesamt hat die Lebenshilfe 4,1 Millionen Euro in das Wohnprojekt investiert.
Die Lebenshilfe Berlin engagiert sich seit 1960 als gemeinnützige Selbsthilfe-Organisation mit mehr als 1.500 Mitgliedern für Menschen mit Behinderung und ihr Recht auf ein selbstbestimmtes Leben. An über 100 Standorten in Berlin unterstützen rund 1.700 Mitarbeiter Menschen mit Behinderung und ihre Familien.
(sn)












Foto: Patrick Meyer[/caption]
Von Milwaukee über Asien nach Steglitz-Zehlendorf, vom US-Soldaten zur Berliner Radiolegende. Ende März ist Rik de Lisle gestorben, er wurde 79 Jahre alt.
Ein Beitrag von Patrick Meyer
„Hi! Icke bin’s, der Alte Ami, Rik de Lisle!“ Jahrzehnte lang begrüßte Rik so die Berlinerinnen und Berliner zu seinen Shows, auch als die Stadt noch geteilt war. Er war schon mit Mitte 30 der „Alte Ami“ - weil er einer der ältesten Kollegen in der Redaktion war und es einfach auch gut klang. Viele waren überrascht, dass hinter der markanten Stimme mit dem unverwechselbaren amerikanischen Akzent aus dem Radio ein weißer, bärtiger Mann stand.
Rik, der Junge aus Milwaukee war durch eine Verkettung überraschender Umstände in West-Berlin gelandet: inmitten des Kalten Krieges strandete er auf einer kleinen Insel, wo Punks und Bankangestellte zusammen ein Bier tranken und sich gegenseitig den Sinn des Lebens erklärten. West-Berlin war so ein absurdes, weltpolitisches Konzept, das dem AFN-Diskjockey, der aus dem Rettungssanitäter geworden war, gefiel und in der Stadt bleiben ließ. Für immer. Rik hatte Berlin verstanden.
Obwohl man hörte, dass er nicht in Lichterfelde oder Charlottenburg aufgewachsen war, bestand schnell kein Zweifel mehr daran, dass Rik ein Berliner Original war. Er liebte die Menschen, aber nicht unbedingt das Rampenlicht. Ein Typ, der sich interessierte, aber nicht wollte, dass man ihm die Zeit stiehlt. Ein Perfektionist seines Fachs, der Talente erkannte und förderte, Einsatz forderte und mit seiner Meinung nicht hinterm Berg hielt, auch wenn das bedeuten konnte, jemanden zu verletzen.
Den Hörern war das Wurscht, weil sie spürten, dass er Radio liebte. Er brachte amerikanische Musik und das freiheitliche Lebensgefühl in den Alltag vieler Menschen, die oft mit dem Kassettenrecorder die neuesten Songs aufnehmen wollten, die Rik in seinen Shows spielte.
Als ich ihn irgendwann fragte, ob wir sein Leben nicht dokumentarisch festhalten sollten, fand er die Idee erst befremdlich und stimmte dann doch zu. So entstand 2017 der englischsprachige Film „
Spannende Ferienabenteuer erwartet Kinder in der Waldschule Zehlendorf. Archiv-Foto: Gogol[/caption]
Ob mit oder ohne Hasen: Der Frühling lacht, die Sonne wärmt, und die Ferien bringen Entspannung. Wer Programm sucht, hat die Wahl. Hier sind unsere Tipps zum schnellen Finden.
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