Kunst to go: Großformatige Acrylleinwände, leuchtende Aquarelle, ungewöhnliche Fotografien oder auch filigrane Papierobjekte – zwischen den täglichen Besorgungen kann man am letzten Freitag eines Monats Kunst im LIO genießen. | Foto: Ulrike Meyer

 

Malerei, Skulptur, Fotografie  – in Steglitz-Zehlendorf gibt es viele Anlässe und Orte für Kunstgenuss

An dieser Stelle möchten wir Ihnen einen Überblick über die kulturelle Vielfalt in unserem Bezirk geben.
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Galerie Creative Game

Susanne Winklers Hauptwerk ist die abstrakte Malerei. Die Künstlerin sammelt visuelle Eindrücke, die nach einem inneren Prozess bewusst und unbewusst in die Bildfindung einfließen. Die künstlerischen Arbeiten entstehen in prozesshafter Arbeitsweise. Am Anfang steht ein Gedanke oder eine Idee, die als abstrakte Zeichnung auf eine Leinwand gesetzt wird. Am Ende entsteht das Bild aus sich selbst heraus.

Susanne Winkler, Kleine Arbeit auf Karton
Freitag: 15.3.2024, 18 Uhr ART OPENING
Samstag: 16.3.2024, 10 – 19 Uhr
Sonntag: 17.3.2024, 12 – 17 Uhr ART CLOSEOUT
Galerie Creative Game
Jägerstraße 12A
12209 Berlin

 

Bernhard-Heiliger-Stiftung

Die Ausstellung von Fotografien der Skulpturen Bernhard Heiligers wurde erstmals im Winter 2005/2006 im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus des Deutschen Bundestages gezeigt.
Die gezeigten Fotografien gliedern sich in folgende Themen: Frühe Arbeiten; Ausstellungen / Aufstellungen; Werkstatt und Atelier; Köpfe, Flamme; Kosmos 70; Auge der Nemesis, Echo I und II sowie Fotostudien und vereint so einen umfassenden Blick hinter die Kulissen des Schaffensprozesses wie auch auf die ausgewählten Skulpturen.

Ausstellung „LICHT – BILD – SKULPTUR. Skulpturen von Bernhard Heiliger im Blick der Fotografen“
23.02.–29.04.2024
Bernhard-Heiliger-Stiftung
Käuzchensteig 8, 14195 Berlin
http://bernhard-heiliger-stiftung.de/

 

Künstlerkolonie Berlin

Die expressionistischen Drucke von Diane Thodos drücken Meditationen über Eros, Tod und politische Dekadenz in der Welt aus. Die Werke teilen Kern-Einflüsse der Strömungen des Abstrakten Expressionismus und des Deutschen Expressionismus des 20. Jahrhunderts.

Von der Dunkelheit zum Licht
24.2. bis 6.4.2024
KunstRaum der Künstlerkolonie Berlin
Breitenbachplatz 1, 14195 Berlin
https://kueko-berlin.de/

 

Galerie Mutter Fourage

Johannes Hänsch (1875-1945) war der „Maler der märkischen Landschaft“. Die meisten Motive seiner Landschaftsgemälde fand er in der Umgebung von Berlin. Es sind seine Waldseen sowie Flusslandschaften an der Spree und der Havel, die ihm seinen Beinamen gaben.
In Steinstücken wohnte und wirkte der Maler und Architekt Johannes Niemeyer (1889-1980), dessen ungewöhnliche Gartenbilder meist in Pastell entstanden. Johannes Niemeyer führte ein offenes Haus, eine Art Künstlersalon in der Exklave Steinstücken. Neben seinen Bildern war vor allem sein Garten ein starker Anziehungspunkt für seine Gäste.

Märkische Landschaften
18. Februar bis 7. April 2024

Galerie Mutter Fourage
Chausseestraße 15 A
14109 Berlin
Öffnungszeiten der Ausstellung
Donnerstag bis Freitag 14 bis 18 Uhr
Samstag und Sonntag 12 bis 17 Uhr
Und nach Vereinbarung
https://galeriemutterfourage.de/

 

Schwartzsche Villa

Die in Berlin lebende und im Jahr 1981 geborene amerikanische Künstlerin Michelle Jezierski zeigt in ihrer Einzelausstellung Malereien und befragt dabei den Raum und unsere Wahrnehmung.
Ein zentraler Bestandteil von Jezierskis Malereien ist das Licht: Es treffen gedeckte und leuchtende Farben ebenso wie Hell- und Dunkelkontraste atmosphärisch aufeinander und bilden eine ganz eigene flirrende Aura.
In ihren neuesten Arbeiten verwebt Michelle Jezierski Gitternetzlinien mit ihren Landschaftsdarstellungen, sodass die Abstraktion in den Vordergrund tritt. Die Künstlerin lädt die Betrachtenden ein, sich auf dieses Wahrnehmungsexperiment einzulassen und befragt mit ihrer Malerei unsere Sinneseindrücke.

Michelle Jezierski – Verge
Galerie der Schwartzschen Villa, Grunewaldstraße 55, 12165 Berlin
Eröffnung Donnerstag, 21. März, 19–21 Uhr

22. März bis 18. August 2024
Mo–So 10–18 Uhr, Eintritt frei

 

Gutshaus Steglitz

Pablo Picasso (1881–1973) gilt als einer der bedeutendsten Künstler der ersten Hälfte der 20. Jahrhunderts. Diese stilistische Vielfalt und künstlerische Entwicklung, die oft sprunghaft anmutet und gleichwohl konsequent ist, spiegeln die ca. 60 Papierarbeiten aus der Sammlung Klewan (München – Wien). Ihre Entstehungszeit reicht von den 1910er bis in die 1970er Jahre und so veranschaulichen sie Picassos lebenslanges Experimentieren.

Picasso – Werke aus der Sammlung Klewan
Gutshaus Steglitz, Schloßstraße 48, 12165 Berlin

Eröffnung Mittwoch, 6. März, 19 Uhr
Kunst – Literatur – Sammeln. Helmut Klewan & Ivo Wessel im Gespräch.
Anschließend liest Helmut Klewan aus seinen autobiografischen Aufzeichnungen

7. März – 29. September 2024
Mo–So 10–18 Uhr, Eintritt frei

 

Wannsee Contemporary

In ihren neuen Zeichnungen für ihre erste Einzelausstellung frohlockt Elinor Sahm (geb. 1986 in Jerusalem, lebt in Berlin) mit den Figuren ihrer Kindheit. Während sie sich durch ihre Familiengeschichte und ihrem jüdischen, arabischen, israelischen, palästinensischen, deutschen und christlich-protestantischen Erbe beschäftigt, lädt Sahm die Zuschauer in einen intimen häuslichen Raum ein, von dem aus noch Fragen des gesellschaftlichen Pluralismus erzählt werden können.

bis 31. März

Wannsee Contemporary
Chausseestraße 46. 14109, Berlin-Wannsee

https://wannsee-contemporary.com/

 

Petruskirche Lichterfelde

Armgard Röhl: “Farbe und Natur“

Öffnungszeiten: jeden MI & SA von 10.00 – 12.00 während der offenen Kirche
1. Februar bis Anfang April
https://petrus-kultur.de/veranstaltungen/ausstellungen.html

 

Galerie Hennwack

Fabrik und Industrie in der Malerei
Die Darstellung der industriellen Sphäre ist eine spezielle Kunstrichtung. Manchmal von Konzernen in Auftrag gegeben, aber auch von spezialisierten Malern geschaffen. Häufig wird der Arbeiter als kleines Anhängsel riesiger Maschinen gesehen, die Hallen geraten ins Höhlenhafte, das Ambiente erscheint höllisch. Eine andere Richtung setzt die Fabriken in idyllisches Grün, sie so verharmlosend. (Information von der Webseite)

bis 29. Februar
Albrechtstr. 111-112, 12167 Berlin-Steglitz
Di.-Fr. 14-18 Uhr, Sa 10-14 Uhr
https://www.galerie-hennwack.de/

 

Achim Freyer Stiftung

Der Maler, Graphiker und Theaterregisseur Achim Freyer ist auch ein begeisterter Kunstsammler. Seine Privatvilla in Lichterfelde beherbergt neben Werken namhafter Künstler auch Bilder und Objekte unbekannter Maler und Graphiker. Hier hängen sie dicht an dicht, mitunter buchstäblich bis unter die Decke. Ein Veranstaltungsprogramm aus Lesungen, Konzerten, Gesprächsrunden ergänzt dieses Angebot der Achim Freyer Stiftung, die als Träger des Kunsthauses fungiert.
Eine Besichtigung der Dauerausstellung ist an Sonntagen nach Anmeldung mit einer Führung möglich.

Aktuelle Sonderausstellung:

In der Galerie des Kunsthauses werden von Februar bis Juli 2024 bis zu 100 aktuelle Arbeiten von Achim Freyer in immer neuen Konstellationen zusammengestellt. Die Schau ist Vorbereitungsraum für mehr als zehn Ausstellungen zum 90sten Geburtstag des Bildenden Künstlers und Theatermachers in 2024.
bis 15.12.2024

Achim Freyer Stiftung
Kunsthaus im Kadettenweg 53, 12205 Berlin
Besucherinformationen: https://www.achimfreyer.com/besucherinformationen/
https://www.achimfreyer.com/

 

Europäische Tage des Kunsthandwerks

am Ludwig-Beck-Platz, 12203 Lichterfelde
Sonntag, 7. April 2024, 11 bis 18 Uhr
Wer mitmachen möchte, melde sich unter kontakt@family-and-friends-ev.de oder 030-3055521
Infos: https://www.family-and-friends-ev.de/europaeische-tage-des-kunsthandwerks

 

Kunst im LIO

In der ungewöhnlichen Kulisse eines Einkaufszentrums präsentiert sich immer am letzten Freitag eines Monats Kunst jeglichen Genres seinem Lichterfelder Publikum: Großformatige Acrylleinwände, leuchtende Aquarelle, ungewöhnliche Fotografien oder auch filigrane Papierobjekte.
Jedes Mal zeigen fünf Künstlerinnen und Künstler jeweils fünf ihrer Werke. Im September 2023 war die erfolgreiche Premiere, seitdem freuen sich die Kunden von Bäckerei, Drogeriemarkt oder vietnamesischem Imbiss über das regelmäßige Kunstangebot.

Termine 2024
Freitag, 26. Januar
Freitag, 23. Februar
Freitag, 29. März entfällt wg. Karfreitag
Freitag, 26. April
Freitag, 31. Mai
Freitag, 28. Juni

 

Kunsthaus Dahlem

Vom Faden zur Form
Eine Ausstellung zur Textilkunst in Deutschland von den 1960er bis in die 70er Jahre.
Eröffnung am 22.2.
Vom 23.2. bis 20.5.
http://kunsthaus-dahlem.de/ausstellung/vom-faden-zur-form/

 

Graffiti & Streetart

Der Trägerverbund Graffiti & Streetart SZ zeigt vom 5. Dezember 2023 bis zum 31. März 2024 über 100 Exponate der lokalen Graffiti-Szene im zweiten Stockwerk des Rathauses Zehlendorf.
Die unterschiedlichen Künstlerinnen und Künstler kommen teils aus den AGs der Jugendfreizeiteinrichtungen und sind Nachwuchskünstler, aber auch einige bereits in der Szene etablierte Kunstschaffende sind dabei.
Der Verbund Graffiti & Streetart SZ ist ein Zusammenschluss aus Akteuren der Jugendarbeit und versteht sich als Lobby für Graffiti/Streetart als ein zeitgemäßes jugendkulturelles Angebot. Außerdem setzt er sich für den Erhalt und die Schaffung legaler Wände ein und will Jugendlichen eigenverantwortliches legales Sprühen ermöglichen.

 

Gutshaus Steglitz

Dubuffet, Chaissac, Soutter, Wölfli, Gill, Held
Werke aus der Sammlung Klewan

„Die wahre Kunst ist immer da, wo man sie nicht erwartet“, proklamierte Jean Dubuffet 1949. In seinem künstlerischen Werk erkundete Dubuffet (1901-1985) zeitlebens Materialien, Techniken und Formen, was dazu führte, dass es durch immer neue Serien charakterisiert ist. Den roten Faden bildet die Landschaft; sie kann Natur ebenso sein wie Stadt, Gesicht, Körper oder Schauplatz.

Das Œuvre des Künstler-Poeten Gaston Chaissac (1910–1964) überrascht durch die außerkünstlerischen Materialien, zu denen Bretter, bedruckte Tapeten und vieles andere an Gefundenem und Gebrauchtem zählen. Louis Soutter (1871–1942), Cousin des Architekten Le Corbusier, produzierte in der unfreiwilligen Heimisolation bis zu seinem Tod Tausende von Zeichnungen und später auch Malereien. Das Œuvre von Adolf Wölfli (1864–1930), interniert in der psychiatrischen Klinik Waldau bei Bern, wurde von Dubuffet als Weltentwurf gewürdigt. Eine umfassende kosmische Ordnung kreierte auch Margarethe Held (1894–1981) mit Bleistift, später mit Kohle und farbigen Pastellkreiden. Sie verstand sich als Medium wie auch die Engländerin Madge Gill ((1882–1961), die auf Geheiß eines Geistwesens zarte Tuschzeichnungen anfertigte.

bis 25. Februar 2024
Mo–So 10–18 Uhr, Eintritt frei
https://www.berlin.de/ba-steglitz-zehlendorf/auf-einen-blick/kultur/gutshaus-steglitz/

 

Schwartzsche Villa

Das Werk der international tätigen Künstlerin Nevin Aladağ verbindet Musik und Klang ebenso wie gesellschaftliche Bezüge, alltägliche Objekte und abstrakte Ornamentik auf erfrischende Art und Weise. Ihre Ausstellung mit dem Titel Jamming in der Schwartzschen Villa umfasst die gleichnamige Videoinstallation von 2022, die in der Gründerzeitvilla in Steglitz ihre Deutschlandpremiere feiert.

Nevin Aladağ – Jamming
Schwartzsche Villa, Galerie
bis 3. März 2024
Grunewaldstraße 55, 12165 Berlin
Mo–So 10–18 Uhr, Eintritt frei
https://www.berlin.de/ba-steglitz-zehlendorf/auf-einen-blick/kultur/schwartzsche-villa/

 

Schwartzsche Villa, Studio

Einst großbürgerlicher Sommersitz, heute Kulturhaus – die Schwartzsche Villa hat in den 125 Jahren ihres Bestehens viel erlebt.
Mit Fotografien, Architekturzeichnungen und Reproduktionen von Originaldokumenten stellt die Ausstellung die Villa und die Bankiersfamilie Schwartz vor, die das Haus in den Jahren 1895–1897 erbauen ließ. Nachverfolgt werden zudem die wechselvolle Geschichte des Gebäudes nach 1945 und der hürdenreiche Weg zu seiner Nutzung als Kulturhaus.

Die Villa Schwartz
Dauerausstellung
Mo–Fr 10–18 Uhr
Eintritt frei
Grunewaldstraße 55
12165 Berlin

 

Galerie Wannsee

Eine ständige Ausstellung ausgewählter Werke von Johannes Niemeyer, Gerda Rotermund, Max Ziegert, Sandy Cheyne, Hans Stübner, Marina Schnurre u. a. finden Besucher im Kaminzimmer und im „Balkenzimmer“, dem ältesten und nach Aussagen der Historiker und Berliner Denkmalspfleger über 350 Jahre alten Raum des Hauses, der dem Hauseigentümer als Arbeitszimmer dient.

Grüner Weg 29, 14109 Berlin
Öffnung zu Veranstaltungen und nach Vereinbarung
https://www.galerie-wannsee-verlag.de/

 

 

 

Daniela von Treuenfels