Bürger*innenbeteiligung Lichterfelde Ost – Portrait: Stephan Voß

Bürger*innenbeteiligung Lichterfelde Ost – Portrait: Stephan Voß

v.r.n.l.: Sabine Moser, Dorit Grieser und Stephan Voß der Initiative Bürger*innenbeteiligung Lichterfelde Ost

 

Stephan Voß lebt seit über 22 Jahren in der Ferdinandstraße in Lichterfelde Ost. Nach einem abwechslungsreichen Berufsleben mit Stationen in der Jugendhilfe, in der Landeskommission Berlin gegen Gewalt als Experte für Gewaltprävention und an der Alice Salomon Hochschule engagiert er sich heute für mehr Bürger*innenbeteiligung in Steglitz-Zehlendorf.

Zusammen mit einigen Mitstreiter*innen, die er bei gemeinsamen Aktionen gegen den Investor Huth kennen gelernt hat, hat er einen Einwohnerantrag formuliert, mit dem der Bezirk aufgefordert wird, Bürger*innenbeteiligung im Bezirk strukturell zu verankern.

Aus seiner Sicht ist dies sehr wichtig, da die Beteiligung von Bürger*innen an Vorhaben, die das Gemeinwohl und die Bürger*innen vor Ort in ihrem jeweiligen Lebensumfeld betreffen, in Steglitz-Zehlendorf keineswegs selbstverständlicher Teil demokratischen Handelns und somit demokratischer Kultur ist. Allein wenn es um Vorhaben im Bezirk geht, die mit Mitteln des Senats finanziert werden, kommt es zu einer eher professionell gestalteten Bürger*innenbeteiligung. Ansonsten bleibt Beteiligung für die Verantwortlichen im Bezirk eine offenbar ungeliebte Randerscheinung bezirklichen Handelns.

Dies lässt sich auf der Beteiligungsplattform www.mein.berlin.de unschwer erkennen: Nur zwei Projekte mit Beteiligung sind dort aufgeführt (und beide werden im Wesentlichen aus Mitteln der Sozialen Stadt finanziert). Im Durchschnitt der Berliner Bezirke sind es 32 (www.mein.berlin.de: Zugriff am 13.06.21). Für die Beteiligung von Bürger*innen fehlt in Steglitz-Zehlendorf auch jegliche Infrastruktur. Weder gibt es ausreichend Personal noch ausreichende finanzielle Mittel. Darüber hinaus gibt es keine klar definierten und geeigneten Verfahren, wie Bürger*innen eigene Ideen und Vorhaben in die bezirkliche Politik erfolgreich einbringen können.

Gemeinsam mit seinen Mitstreiter*innen möchte Stephan Voß mittels des Einwohnerantrages dafür sorgen, dass sich dies in der nächsten Zeit nachhaltig ändert – wohl wissend, dass Beteiligung von Bürger*innen in Steglitz-Zehlendorf sich nur gegen große Widerstände, die er vor allem bei der aus seiner Sicht schon zu lange im Bezirk regierenden CDU sieht, umsetzen lassen wird.

Für Stephan Voß ist Bürger*innenbeteiligung gerade auch in Zeiten eines um sich greifendem Populismus, vermehrter Angriffe auf demokratische Institutionen und deren Repräsentant*innen, zunehmender Entfremdung von Bürger*innen und Staat bzw. von Bürger*innen und Politik und von einer sich vertiefenden Spaltung der Gesellschaft von besonderer Bedeutung. Aus seiner Sicht kann sie solchen Tendenzen Wichtiges entgegensetzen. Auch deshalb engagiert er sich in der Initiative Bürger*innenbeteiligung Lichterfelde Ost und freut sich über die Unterstützung des von ihr formulierten Einwohnerantrages.

Wenn Sie uns unterstützen möchten, drucken Sie bitte die Unterschriftenliste (2 Seiten) auf einem Blatt mit Vorder- und Rückseite aus. Füllen Sie dann die Spalten wie dort beschrieben aus. Wichtig ist insbesondere, dass Sie bis auf die Unterschrift Druckschrift verwenden und alle Vornamen angeben, die in Ihrem Personalausweis aufgeführt sind. Sie können dann die Liste – auch mit einer Unterschrift bzw. weniger als 5 Unterschriften – an einem der auf dem Antrag genannten Orte abgeben (z. B. in einem verschlossenen Kuvert mit der Aufschrift „Einwohnerantrag Beteiligung“) oder an die auf dem Antrag angegebene Adresse per Post senden.

 

Wir freuen uns, wenn Sie Nachfragen haben
und in Kontakt mit uns kommen möchten:

Initiative Bürger*innenbeteiligung Lichterfelde Ost
V.i.S.d.P. Stephan Voß
beteiligung-lio[at]web.de

 

 

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