Symbolbild: Arno Bachert / pixelio.de
Polizeimeldung vom 26.06.2019. Die Besatzung eines Funkstreifenwagens wurde gestern Abend in Nikolassee bei einer Streifenfahrt von einem 19- und einem 18-Jährigen angegriffen und beleidigt.
Die Streife war gegen 22.15 Uhr auf dem Uferweg am Schlachtensee unterwegs und traf auf eine Gruppe von etwa 20 Personen, die laute Musik abspielten und Alkohol tranken. Beim Passieren der Gruppe spritzte plötzlich der 19-Jährige Bier durch das offene Beifahrerfenster in den Funkwagen, traf eine Beamtin auf dem Beifahrersitz und fing an, sie und ihren fahrenden Kollegen zu beleidigen. Während der anschließenden Personalienfeststellung des jungen Mannes, die dieser beharrlich verweigerte, beteiligte sich ein weiterer Mann aus der Gruppe an den Beleidigungen und körperlichen Attacken auf die Einsatzkräfte. Der 18-Jährige trat außerdem im Verlauf des Einsatzes gegen den Einsatzwagen und beschädigte eine Seitenscheibe und den Türrahmen. Dabei spuckte er ständig um sich, was nur durch das Anlegen einer Spuckschutzhaube beendet werden konnte. Mit Unterstützung weiterer Einsatzkräfte wurden die Personalien der beiden jungen Männer festgestellt und freiwillige Atemalkoholmessungen bei ihnen durchgeführt. Beide wurden am Ort entlassen. Zwei Beamte erlitten bei dem Einsatz leichte Verletzungen, konnten ihren Dienst fortsetzen.
(pol)












Foto: Patrick Meyer[/caption]
Von Milwaukee über Asien nach Steglitz-Zehlendorf, vom US-Soldaten zur Berliner Radiolegende. Ende März ist Rik de Lisle gestorben, er wurde 79 Jahre alt.
Ein Beitrag von Patrick Meyer
„Hi! Icke bin’s, der Alte Ami, Rik de Lisle!“ Jahrzehnte lang begrüßte Rik so die Berlinerinnen und Berliner zu seinen Shows, auch als die Stadt noch geteilt war. Er war schon mit Mitte 30 der „Alte Ami“ - weil er einer der ältesten Kollegen in der Redaktion war und es einfach auch gut klang. Viele waren überrascht, dass hinter der markanten Stimme mit dem unverwechselbaren amerikanischen Akzent aus dem Radio ein weißer, bärtiger Mann stand.
Rik, der Junge aus Milwaukee war durch eine Verkettung überraschender Umstände in West-Berlin gelandet: inmitten des Kalten Krieges strandete er auf einer kleinen Insel, wo Punks und Bankangestellte zusammen ein Bier tranken und sich gegenseitig den Sinn des Lebens erklärten. West-Berlin war so ein absurdes, weltpolitisches Konzept, das dem AFN-Diskjockey, der aus dem Rettungssanitäter geworden war, gefiel und in der Stadt bleiben ließ. Für immer. Rik hatte Berlin verstanden.
Obwohl man hörte, dass er nicht in Lichterfelde oder Charlottenburg aufgewachsen war, bestand schnell kein Zweifel mehr daran, dass Rik ein Berliner Original war. Er liebte die Menschen, aber nicht unbedingt das Rampenlicht. Ein Typ, der sich interessierte, aber nicht wollte, dass man ihm die Zeit stiehlt. Ein Perfektionist seines Fachs, der Talente erkannte und förderte, Einsatz forderte und mit seiner Meinung nicht hinterm Berg hielt, auch wenn das bedeuten konnte, jemanden zu verletzen.
Den Hörern war das Wurscht, weil sie spürten, dass er Radio liebte. Er brachte amerikanische Musik und das freiheitliche Lebensgefühl in den Alltag vieler Menschen, die oft mit dem Kassettenrecorder die neuesten Songs aufnehmen wollten, die Rik in seinen Shows spielte.
Als ich ihn irgendwann fragte, ob wir sein Leben nicht dokumentarisch festhalten sollten, fand er die Idee erst befremdlich und stimmte dann doch zu. So entstand 2017 der englischsprachige Film „
Spannende Ferienabenteuer erwartet Kinder in der Waldschule Zehlendorf. Archiv-Foto: Gogol[/caption]
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